Freitag, 29. Januar 2010

Smokin´ Aces 2: Assassins´ Ball


Vor gut 2 Jahren kam mit Smokin´ Aces ein recht origineller und witziger Action-Thriller in die Kinos. Der Aufbau der Handlung war frisch und man bekam eine Menge Stars um den Streifen zu präsentieren. Schnell wurde er zu einer Art Kultfilm und so ist es auch nicht verwunderlich, dass man nun einen zweiten Teil vorlegt. Allerdings nur als Direct-To-DVD Veröffentlichung. Ist er deshalb schlecht? Ja und nein.
Die Effekte sehen so aus wie sie sind: billig. Lässt man das mal außer acht, was hat die Story zu bieten? Natürlich hat die nichts mehr mit dem Vorgänger zu tun, da ja im Grunde fast alle starben, man versuchte also dieselbe Erzählweise mit einem neuen Opfer, welches etwas lustlos von Tom Berenger dargestellt wird. Löblich zu erwähnen, dass man dabei einen anderen Weg ging und nicht einfach wieder einen Kronzeugen nahm.
Ist Smokin´ Aces 2 nun gut oder nicht? Es ist irgendwas dazwischen. Der Regisseur hatte große Ambitionen und wollte sie auch abgefahren umsetzen, das gelang ihm zwar, aber nur allzuoft hatte ich das Gefühl mir Natural Born Killers 2 anzusehen und nicht Smokin´ Aces 2. Auch Parallelen zu Sin City sind allgegenwärtig, was nicht allein an dem recht hohen Brutalitätsfaktor liegt. Auch einige Löcher in der Handlung sind nicht gerade positiv zu bemerken.
Doch wer einen unkomplizierten Action-Film mit abgefahrenen Typen sehen will, der wird hier sicher nicht enttäuscht. Alle anderen sehen sich besser nochmal den ersten Teil an.

Donnerstag, 28. Januar 2010

Sherlock Holmes


Guy Ritchie brauchte lange um sich von seinem Mega-Flop Stürmische Liebe - Swept Away zu erholen. Zwar war der Nachfolgefilm Revolver ein kleines Meisterwerk, doch stellte das die Fans auch nicht sehr zufrieden, da die Geschichte dann doch zu philosophisch und künstlerisch endetet. Erst mit Rock N Rolla meldete er sich so zurück, wie man es von ihm erwartete. Doch anstatt so weiterzumachen wagte er etwas neues. Nämlich seinen ersten großen, wirklichen Blockbuster.
Man wählte die Figur des Sherlock Holmes, es ist ja immerhin schon eine Weile her, dass dieser zu Filmehren kam. Doch Guy Ritchie wollte keine korrekte Studie des Buches, sondern lieber einen rauheren, realistischeren Holmes. Und das schaffte er mit Bravour. Genie und Wahnsinn geben sich immer die Hand, warum also nicht auch mit Sherlock Holmes? Okay, er machte aus Dr. Watson einen Söldner, doch fällt das nicht weiter ins Gewicht.
Der Cast ist geradezu göttlich: Robert Downey Jr. als Holmes, Jude Law als Watson, Mark Srong als diabolischer Lord Blackwood. Alles in fantastischen Kulissen gedreht und mit einer intensen, düsteren Atmosphäre. Am Ende ist man zwar etwas zu bemüht, die Handlung aufzulösen, aber darüber kann man ruhig hinwegsehen. Bleibt nur zu hoffen, dass Sherlock Holmes erfolgreich genug ist, damit man ihn wieder auf London loslässt.
Dieser Streifen ist ein düsterer Spaß und zur guten Nachahmung empfohlen...

Armored


Endlich mal wieder ein old-fashioned-Thriller. Die Idee ist so einfach wie simpel: Die Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma die Geldtransporter fährt und bewacht wollen ihre eigenen Transporter überfallen, ohne Komplikationen, ohne Verletzte. Das geht natürlich schief und als doch ein Unschuldiger verletzt wird, da beschließt Ty Hackett, dass er das so nicht mitmacht. Jetzt wollen ihm seine Kollegen ans Leder, doch Ty verschanzt sich in einem der Transporter, die ja schwer gepanzert sind. Er kann nicht raus, sie können nicht rein.
So entwickelt der Thriller von Minute zu Minute mehr Spannung bis es schließlich zu einem blutigen Finale kommt. Leider kann man jetzt schon sagen, dass der Film wohl kein großer Erfolg werden wird, da Sony ihn aus Versehen schonmal 5 Stunden auf dem Playstation Network anboten und es so im Vorfeld schon zu hunderttausenden Downloads kam. Dumm gelaufen würd ich sagen.
Wie auch immer, dieser Thriller ist sehr gut besetzt. Als Gegenspieler von Columbus Short fungieren Matt Dillon, Jean Reno, Laurence Fishburne und Skeet Ulrich. Mit diesen Stars alleine ist bestes Thriller-Entertainment vorprogrammiert und so ist es auch.
Wer einen spannenden Thriller sehen will, der wird hier nicht enttäuscht.

Der Informant!


Diese Geschichte ist tatsächlich unfassbar, genauso wie es das Plakat aussagt. Und es ist noch unfassbarer wenn man bedenkt, dass der Film tatsächlich auf wahren Begebenheiten basiert.
Der Fremschämfaktor für die Figur des Mark Whitacre, kongenial gespielt von Matt Damon, ist dermaßen hoch, so dass ich ein paar Mal das Bedürfnis hatte einfach wegzuschalten.
Anfänglich ist der Film eher wie ein Wirtschaftsspionagethriller, mit verdeckter Ermittlung, Betriebsspionage usw. usw. Doch je mehr die Geschichte voranschreitet und man immer tiefere Einblicke in die Lügen des Mark Whitacre bekommt, desto amüsanter wird das Ganze. Man kann sich nicht ausmalen, was die armen FBI-Agenten und Anwälte durchmachen mussten wegen diesem notorischen Lügner.
Steven Soderbergh scheint ein Faible für Filme zu haben. in denen tatsächliche wirtschaftliche Fälle aufgearbeitet werden. In seinem Meisterstück Erin Brockovich zelebrierte er das bis zur Perfektion. Wirklich vergleichen kann man Erin Brockovich mit diesem Film allerdings nicht, denn die Charaktere könnten unterschiedlicher kaum sein. Auch ist der Spannungsbogen nicht so hoch wie bei besagtem Vorgänger.
Trotzdem macht der Streifen Spaß, nicht zuletzt wegen Matt Damons köstlichem Spiel dieses notorischen Lügners.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Free Jimmy


Norwegen ist ja nicht gerade als florierendes Filmland bekannt. Doch ab und an schafft es ein Film die Aufmerksamkeit vom Rest der Welt zu erlangen. Diesmal mit einem Animationsfilm. Aber gleich ein Wort der Warnung: Unter gar keinen Umständen sollte man diesen Film einem Kind zeigen, es sei denn man mag es nicht besonders.
Was einem hier vorgesetzt wird, ist respektloser als alles was es sonst 2009 gab, Die Story ist schräg und abgefahren, das Gleiche gilt für die Charaktere.
Jimmy ist ein heroinabhängiger Elefant, der in einem russischen Zirkus vor sich hinvegetiert. Mit Heroin im Wert von 1 Million Dollar im Arsch. Na ja, im Arsch eingenäht. Als der Zirkus dicht gemacht wird versuchen verschiedene Fraktionen den Elefant in ihre Finger zu bekommen: die russische Mafia, der korrupte Zirkusdirektor, militante Tierschützer und Wilderer.
Auf seiner Flucht trifft Jimmy einen intelligenten Elch, der ihm beim Entzug hilft. Wem diese Filmbeschreibung nicht ausreicht um ihn sich so schnell wie möglich reinzuziehen, dem kann ich auch nicht mehr helfen.
Die Animationen sind sicher nicht auf Hollywoodniveau, aber das macht gar nichts. Dafür ist der Rest umso köstlicher. In den Staaten wurde Simon Pegg auf ihn aufmerksam, der es sich nicht nehmen ließ, die Dialogregie für die amerikanische Synchronfassung selbst zu übernehmen und gewann noch andere illustre Stars, wie z. B. Woody Harrelson, um den Film neu zu vertonen. Das macht diese Fassung sicherlich besser als die Deutsche.
Free Jimmy ist der Beweis, dass gutes Independent-Kino noch existiert und auch jenseits von Hollywood sein Publikum hat.

Alvin Und Die Chipmunks 2


Ich weiß, was ihr euch fragt: Guckt sich der Typ eigentlich jeden Mist an? Die Antwort ist so simpel wie einfach: Yip. Ich bin nunmal ein Filmfan und Genres sind mir so egal wie das Wetter letzte Woche. Wo das nun geklärt ist springe ich direkt in meine Review. Die Chipmunks sind nun endlich wieder da.
In den Staaten sind sie schon seit mehr als 50 Jahren auf Erfolgskurs, mit immer wieder mehr oder weniger langen Pausen. Nun dachte man sich, dass es wohl mal wieder Zeit werden würde und produzierte vor knapp 2 Jahren den ersten Chipmunk-Film der Neuzeit. Der war sehr erfolgreich, also musste nun natürlich ein zweiter Teil her. Das Prinzip ist das Gleiche, nur das diesmal die Chipettes, die weiblichen Pedants zu den Chipmunks, versuchen große Stars zu werden. Wirklich überraschend ist das nicht, aber es funktioniert. Die Chipmunks sind gut und süß animiert, die Songs fetzig (für Kinder auf alle Fälle) und einiges sogar witzig.
Jason Lee´s Rolle als Dave ist zur Nebenrolle geworden, warum ist mir ein Rätsel. Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass man nichts falsch macht, wenn man ihn seinen Kindern zeigt. Die werden begeistert sein.

Julie & Julia


Julia Child ist hierzulande sicher niemandem ein Begriff. Doch in den Staaten war sie die bekannteste (Fernseh)Köchin des Landes.
Julie Powell wurde durch ihren Blog The Julie/Julia Experiment ebenfalls sehr erfolgreich und war durch diesen Blog in der Lage einen Vertrag mit einem Verlag zu ergattern und verfasste daraufhin das Buch Julie & Julia. Die Verfilmung nun nimmt sich die Freiheit aus Powells Buch nicht nur ihre Erfolgsgeschichte zu erzählen, sondern auch die von Child, 50 Jahre versetzt. Was ungewöhnlich klingt funktioniert als Film erstaunlich gut obwohl sich die Hauptcharaktere niemals über den Weg laufen. Nora Ephron inszenierte beide Geschichten mit viel Wärme und Charme.
Meryl Streep als Julia Child ist wie gewohnt zwar sehr souverän, allerdings nervt ihre Julia Child auf Dauer etwas. Ob das nun an Meryl Streep liegt oder einfach daran, dass die orginal Julia halt eben diese nervige Art hatte ist für mich schwer nachvollziehbar, da wir eben hierzulande von Julia Child keine Ahnung haben.
Amy Adams dagegen spielt ihre Julie so dermaßen süß, ich hätte lieber nur ihre Geschichte gesehen. Es scheint so, als ob sich Adams auf diese süßen Charaktere spezialisiert und ist wohl drauf und dran die neue Meg Ryan zu werden. Ich für meinen Teil war begeistert und hätte sie sofort geheiratet...
Schweife ich ab? Nun ja, Adams ist eben zauberhaft. Ebenfalls positiv zu erwähnen wäre Stanley Tucci, der als Julia Childs liebevollen Ehemann auch sehr überzeugend spielt.
Vielen wird Julie & Julia zu seicht sein, oder einfach wegen fehlendem Interesse links liegen lassen. Alle anderen erwartet eine sympathische und herzerwärmende Komödie über 2 unterschiedliche Frauen die wie der Bock zum Gärtne zu ihrem Erfolg kamen.