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Montag, 15. März 2010

Fall 39


Ein dämonisches Kind, dass seinen Eltern die Hölle auf Erden bereitet. Okay, wirklich neu ist die Thematik nicht, man könnte sogar sagen, sie ist schon recht ausgelutscht. Und so reiht sich auch dieser Film als Das Omen-Clon in die Reihe von vielen, vielen Versuchen ein, dem Thema eine neue Facette abzugewinnen.
Wirklich gelingen tut dem Streifen das nicht, da hatte Christian Alvart mit Antikörper und Pandorum schon ein besseres Händchen bewiesen. Trotzdem ist Fall 39 nicht schlecht. Nach der ersten trägen Hälfte des Films gewinnt durch seine Schockeffekte und etwas schnelleren Erzählweise an Fahrt. Wirklich originell ist das zwar nicht, denn mit Schockeffekten kann man halt schnell etwas Stimmung machen, aber es funktioniert letzten Endes dann doch.
Das Mädchen wird gegen Ende sowas von bitchy, so dass es eine wahre Freude ist zu sehen, wie Renée Zellweger sie fertig macht. Man soll mir mal einen Film zeigen, bei dem der Kindermord am Ende dem Zuschauer Spaß macht. Ist schon eine Leistung, deshalb wird das Ende für jeden Kinderhasser ein Fest sein.
Über die Darsteller kann man nichts schlechtes sagen, Renée Zellweger wird hierfür wohl sicherlich keinen Oscar bekommen, aber mies ist sie auch nicht. Lediglich Bradley Cooper mag man den Kinderpsychologen nicht so recht abkaufen.
In Erinnerung wird der Streifen wohl nicht bleiben, aber für kurzweiligen Horrorspaß kann man ihn schon gebrauchen.

Montag, 8. März 2010

Legion


Ich hatte schon immer einen Hang zu biblischen Stoffen. Egal ob Constantine oder God´s Army, Das 7. Zeichen oder Das Omen. Wenn es thematisch um so etwas geht, dann kann man mich schnell begeistern. Als ich nun den Trailer zu Legion sah, da pochte es laut, das biblische Filmstoff-Herz. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Zumindest was die visuelle Umsetzung angeht. Die Engel sehen einfach fantastisch aus, auch die restlichen Effekte sind astrein umgesetzt worden. Doch leider hat der Film einen Schwachpunkt und der ist nunmal leider nicht wegretuschierbar: die Story.
Das Drehbuch hat Lücken so groß wie der Grand Canyon und tut sich vor allem bei der Vorgeschichte zu diesem Krieg sehr schwer sich zu erklären. Die Informationen sind einfach zu spärlich, so muss man sich leider vergebens fragen, warum man nun gerade dieses Baby beschützen muss. Das wird nie aufgeklärt, so dass man sich den ganzen Film über Fragen muss, wieso sich alle Protagonisten diesen Stress antun. Auch ist die Motivation des Erzengel Michael nicht wirklich klar und warum der Herr Gabriel am Ende bestraft und Michael zurückkehren darf, das kann man wohl nur mit Gottes Unergründlichkeit erklären.
Auch sind die Schauspieler teilweise recht lustlos zugange. Vor allem Dennis Quaid, der sich wohl zu Recht während der Dreharbeiten fragte, was für einen Sinn seine Rolle hat, ist er doch neben Paul Bettany der einzig wirklich namhafte Schauspieler in dem Streifen.
Bettany wiederum selbst, den meisten sicher noch aus The Da Vinci Code - Sakrileg ein Begriff, spielt so emotionslos wie es einem Engel gebürt.
Ist Legion also ein schlechter Film? Nein, ist er nicht. Er unterhält trotz allem recht ordentlich und die Effekte sind, wie gesagt, allererster Güte. Zumindest die Herren der Schöpfung werden ganz sicher einen unterhaltsamen Kinoabend verbringen, mit viel Gewalt und ganz vielen Einzeilern. Denken ist bei Actionfilmen eh total überbewertet worden in letzter Zeit.

Samstag, 20. Februar 2010

Mitternachtszirkus - Willkommen In Der Welt Der Vampire


Paul Weitz ist der Bruder von Chris Weitz. Wie der Zufall es wollte arbeiteten beide fast gleichzeitig an Vampirstoffen basierend auf Büchern. Während Chris Weitz den leicht uninspirierten New Moon - Biss Zur Mittagsstunde verfilmte, übernahm sein Bruder Paul den Roman Mitternachtszirkus - Willkommen In Der Welt Der Vampire.
Während New Moon eher ein jüngeres Publikum bedient und deshalb sehr viele Soap-Elemente beinhaltet, trotz der Fantasy, geht Mitternachtszirkus einen klassischen Weg und vereint Fantasy mit Horror und Humor.
Doch welcher Film ist nun der Bessere? Ganz eindeutig Mitternachtszirkus. Er ist im Großen und Ganzen einfach origineller und spannenender, was an dem guten Drehbuch liegt, welches auch von Paul Weitz mitverfasst wurde. Die Darsteller, die fantastisch besetzt sind, tun ein übriges um die Qualität auf ein hohes Niveau zu hieven. John C. Reilly als stolzer Vampir spielt mit majestätischem Spaß und macht die letzten beiden Klamaukfilme fast vergessen, obwohl Ricky Bobby - König Der Rennfahrer und Die Stiefbrüder nicht wirklich schlechte Filme waren. Sie überschatteten nur sein wahres Können.
Auch Ray Stevenson als bösartiger Vampyr ist fantastisch besetzt und passt besser zu seinem Naturell als zuletzt die Rolle des Frank Castle in Punisher: War Zone. Er schauspielert diesmal tatsächlich und man merkt ihm den Spaß beim Spielen an, den widerlichen Drecksack zu spielen.
Auch die Nebenrollen sind witzig besetzt. Salma Hayek als bärtige, weissagende Lady ist zum Schießen. Willem Dafoe hat zwar nur eine kleine Rolle aber die spielt er so schräg wie man es von ihm gewohnt ist.
Mitternachtszirkus lebt von seinem schwarzen, oft makaberen Humor, der vielleicht nicht jedem schmecken wird, aber für die, die damit keine Probleme haben entfaltet sich der wirkliche Spaß an dem Streifen.
Wer eine gute Alternative zu der Horror-Schmonzette New Moon sucht, der ist hier richtig. Schade nur, dass der Film in den Staaten durchfiel und man wohl auf keine Fortsetzung hoffen kann. Da keine wirkliche Liebesgeschichte erzählt wird waren wohl zu viele enttäuscht und einen Vampirfilm ohne Robert Pattinson wird wohl in der nächsten Zeit nicht vom Erfolg verwöhnt werden.

Dienstag, 19. Januar 2010

Outlander


Was für eine gute Idee. Ein Raumschiff mit einem Alien a la, na ja, Alien und Species, und einem Soldaten aus der Zukunft kracht auf der Erde im 7. Jahrhundert in Norwegen runter. Das Alien entkommt und der Soldat muss es wieder einfangen bzw. töten. Dazu muss er sich der gegebenen Situation anpassen, er wird von Wikingern gefangen genommen, um nicht als Hexer verbrannt zu werden.
Trotz der historischen Schwächen, das Spiel mit den Schilden ist einfach lächerlich, und Drehbuchlöchern so groß wie der Grand Canyon (warum zum Teufel stürzt das Schiff in der Vergangenheit ab?)unterhält der Film ganz anständig, hat einen hohen Gorefaktor und ist teilweise recht trashig. Das der Film in den Staaten so massiv floppte ist wirklich schade, denn er bemüht sich wirklich eine gute Atmosphäre zu verbreiten, was er denn auch tut. Er ist sicher nicht so gelungen wie John McTiernans Der 13te Krieger, aber im Grunde geht er schon in Ordnung.
Das Problem sind die sehr austauschbaren Charaktere. Jim Caviezel funktioniert in dieser Rolle wahrscheinlich genausogut wie jeder andere Action-Held der Neuzeit auch. John Hurt ist mit dem Bart eh kaum zu erkennen und Ron Perlmans Rolle ist eine Lachnummer, die man auch ruhig hätte weglassen können.
Doch als stumpfes Popcorn-Kino funktioniert das Ganze wirklich gut und vor allem das männliche Publikum wird sicher seinen Spaß haben, wenn man die Kritikpunkte mal außer acht lässt.

Paranormal Activity


Dies ist also mein erstes Review. In Zukunft werde ich immer nachdem ich mir einen Film angesehen habe darüber etwas schreiben und euch mitteilen, was ich davon gehalten habe. Ob ihr das braucht oder nicht müsst ihr selbst entscheiden.
Steigen wir also gleich mal ein. Den ersten Film den ich für euch hier reviewe ist Paranormal Activity. Ein Horrorfilm, der uns im Gewand von The Blair Witch Project daherkommt. Ist ein großes Vorbild. Und was soll ich sagen: Dieser Film hat mir die Scheiße aus dem Kopf geängstigt. Meine Fresse, was für ein Film. Es gehört viel dazu, damit ich tatsächlich Gänsehaut bei einem Film bekomme. Und dieser hat es geschafft. Fängt alles noch recht harmlos an anfangs, steigert der Film von Minute zu Minute die Spannungskurve bis zu einem schockierenden Finale, das vielleicht nicht ganz so unheimlich ist wie bei besagtem Vorbild, doch ist der Film an sich im Großen und Ganzen um ein vielfaches unheimlicher. Den einzigen Kritikpunkt den ich hier anbringen könnte, wäre der Charakter des Ehemannes. Dieser scheint einfach ein Idiot zu sein (oder eben vielleicht doch nur ein gut dargestellter Mittelstandsamerikaner). Es ist schön zu sehen, dass in dem ganzen Wust von viel zu brutalen Slasher-Movies und mittelmäßigen und schlechten Blockbuster Horrorfilmen, es doch noch einige Filmemacher gibt, die erkannt haben, dass ein guter Horrorfilm in jeder Sekunde unter die Haut zu gehen und zu überraschen hat. Sicher ist der dokumentarische Stil nicht jedermanns Sache, doch wird gerade so eine Intensität erzeugt, die auch schon bei Cloverfield oder Rec. erträglich waren. Wer sich darauf einlässt wird selten enttäuscht.
Ich für meinen Teil werde das Licht heute Nacht beim Schlafen anlassen. So viel ist sicher...