Posts mit dem Label Science-Fiction werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Science-Fiction werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 1. April 2010

9


Wenn Tim Burton eine Kollegin als Produzent unterstützt, dann sollte man aufhorchen, schließlich lässt sich der Meister zu sowas nicht jeden Tag herab. Und wo Burton rumlungert ist natürlich auch Danny Elfman nicht weit, der zwar nur die Themes komponierte, aber das reicht als Einfluss schon aus um dem Film seinen eindeutigen Stempel zu verpassen.
Was ist 9 nun für ein Film? In erster Linie mal ein Animationsfilm, nur dass der mit seinen Pixar- und Dreamworkskollegen so gar nicht gemein hat. Denn wenn man den Animationsfaktor außer Acht lässt, dann hat man ein Science-Fiction-Fantasy-Märchen, dass auch nicht wirklich jedem Kind zu empfehlen wäre. Über 12 sollten sie schon sein. Die Story ist düster und die Atmosphäre zu jeder Zeit bedrohlich, von den skurrilen Hauptcharakteren mal ganz zu schweigen. Die Regisseurin schafft es, eine eigene Welt zu kreieren, die in jeder Minute stimmig ist, das soll ihr mal einer nachmachen.
Die Story ist leider nicht mehr die Neueste, so hat man sich ungeniert bei Matrix und Terminator bedient, und dass schon gewaltig, so dass dies der einzige Wehrmutstropfen ist, den ich wahrnehmen konnte.
Alles in allem ist 9 ein Genuss für das Auge und rate wirklich dringlichst dazu, sich den Streifen anzusehen. Es wird übrigens auch nicht gesungen, wie einige schon befürchtet hatten.
Da der Film aus mir unverständlichen Gründen nur in einer handvoll Kinos deutschlandweit startet, wird den meisten wohl nichts anderes übrig bleiben als auf die DVD zu warten. Das Warten lohnt sich, glaubt es mir!


9 Trailer - Watch more Movie Trailers

Dienstag, 19. Januar 2010

Outlander


Was für eine gute Idee. Ein Raumschiff mit einem Alien a la, na ja, Alien und Species, und einem Soldaten aus der Zukunft kracht auf der Erde im 7. Jahrhundert in Norwegen runter. Das Alien entkommt und der Soldat muss es wieder einfangen bzw. töten. Dazu muss er sich der gegebenen Situation anpassen, er wird von Wikingern gefangen genommen, um nicht als Hexer verbrannt zu werden.
Trotz der historischen Schwächen, das Spiel mit den Schilden ist einfach lächerlich, und Drehbuchlöchern so groß wie der Grand Canyon (warum zum Teufel stürzt das Schiff in der Vergangenheit ab?)unterhält der Film ganz anständig, hat einen hohen Gorefaktor und ist teilweise recht trashig. Das der Film in den Staaten so massiv floppte ist wirklich schade, denn er bemüht sich wirklich eine gute Atmosphäre zu verbreiten, was er denn auch tut. Er ist sicher nicht so gelungen wie John McTiernans Der 13te Krieger, aber im Grunde geht er schon in Ordnung.
Das Problem sind die sehr austauschbaren Charaktere. Jim Caviezel funktioniert in dieser Rolle wahrscheinlich genausogut wie jeder andere Action-Held der Neuzeit auch. John Hurt ist mit dem Bart eh kaum zu erkennen und Ron Perlmans Rolle ist eine Lachnummer, die man auch ruhig hätte weglassen können.
Doch als stumpfes Popcorn-Kino funktioniert das Ganze wirklich gut und vor allem das männliche Publikum wird sicher seinen Spaß haben, wenn man die Kritikpunkte mal außer acht lässt.

Surrogates - Mein Zweites Ich


Hier ist also Jonathan Mostows neuer Film. Der Gute hat sich ja lange genug Zeit gelassen. Sein letztes Machwerk war Terminator 3 und während ich das schreibe, kann ich schon des Lesers stirnrunzeln fühlen. Ja, ich weiß, Terminator 3 war sicher nicht der Terminator-Film den man sich erhofft hatte. Aber er hatte verdammt gute Effekte und war zumindest etwas selbstironisch. Im Großen und Ganzen ist Terminator 3 nicht so schlecht wie sein Ruf. Aber gut, hier geht es ja jetzt um Surrogates.
Auch auf diesem Film wurde im Vorfeld schon rumgehackt. Sicher, er ist kein Meisterwerk und hat riesige Löcher in der Story, und Bruce Willis war auch schon besser gelaunt, doch gibt es ein paar Dinge, die ich sehr gut fand und den Film doch recht kurzweilig machten. Zum Einen sind es die Szenen in denen Bruce Willis Charakter nicht als Surro durch die Stadt laufen muss. Das Gefühl, dass man der einzige "echte" Mensch ist, wurde sehr gut eingefangen und dieses befremdliche Gefühl überträgt sich auch sehr gut auf den Zuschauer. Zum Zweiten sind die Effekte auch sehr gelungen.
Surrogates wird sicher nicht in die Annalen der Filmgeschichte eingehen, wer aber eine Affinität zu Filmen wie I, Robot, Minority Report, Paycheck und A.I. hat, der wird auch Surrogates mögen.