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Montag, 29. März 2010

Der Blutige Pfad Gottes 2


Der Blutige Pfad Gottes lief in Deutschland nie im Kino, trotzdem wurde der Film auch hierzulande zu einem vielbeachteten Kultfilm. Jetzt, fast 10 Jahre nach Release des ersten Teils kommt der 2. Teil auf Bluray und DVD. Dass Fortsetzungen von solch großen Kulthits meistens nach hinten losgehen, bewiesen schon eindrucksvoll die Fortsetzungen von From Dusk Till Dawn. Deshalb erwartete ich auch nicht wirklich einen fantastischen Film. Doch ich wurde positiv überrascht. Obwohl die erste Hälfte mehr wie eine Komödie aufgebaut ist, die durchaus witzig ist, bekommt die zweite Hälfte wieder eindeutigen Boondock Saints-Charakter. Natürlich ohne den ersten Teil in keiner Sekunde zu übertreffen, dafür hat er doch massive Längen, die es beim ersten nicht gab. Der komödiantische Teil am Anfang basiert auf die fast 10jährige Pause der Saints, was es dann auch recht plausibel macht, warum sie so dilettantisch ans Werk gehen.
Die Story wird sogar tiefer als man anfangs denkt, was natürlich auch positiv überraschen dürfte. Die Schießszenen sind wieder sehr pathetisch in Szene gesetzt, das kennt man noch aus Teil 1. Die Schauspieler sind uns auch komplett erhalten geblieben, und ich meine komplett (sogar die, die im ersten Teil starben sind mit von der Partie), was mich persönlich sowieso immer freut. Lediglich der Neuzugang, die FBI-Agentin, wollte nicht so recht in den Film passen, da sie zu sehr auf Willem Dafoes Charakter aus Teil 1 basiert, doch darüber kann man getrost wegsehen.
Der Blutige Pfad Gottes 2 ist eine gelungene Fortsetzung, die sich selbst nicht zu ernst nimmt und auf einen guten 3. Teil hoffen lässt...

Montag, 15. März 2010

Zahnfee Auf Bewährung


Dass Dwayne Johnson alias The Rock inzwischen ein waschechter Hollywood-Filmstar ist, das ist unbestreitbar und auch gut so, denn er hat es halt einfach auch drauf. Und hier ist also sein neues Machwerk Zahnfee Auf Bewährung.
Leider ist es so, dass dies meiner Meinung nach der erste Film mit ihm, der komplett nach Schema F gedreht wurde. Ist die Story doch absurd genug um daraus einen wirklich originellen Film hätte machen zu können, entschied man sich leider für die familienfreundliche, vorhersehbare Variante was dann dazu führt, dass man spätestens nach der Hälfte sich anfängt zu langweilen, da man den Storyverlauf einfach schon weiß. Das Gute daran ist, dass wenigstens die erste Hälfte prächtig unterhält, ein paar grandiose Gags bietet und Dwayne Johnson wieder mal in Hochform ist. Dazu gibt es noch ein filmische Wiedersehen mit Billy Crystal, den man zuletzt in Reine Nervensache 2 sah, das ist schon ein bisschen her.
Alles in allem ist Zahnfee Auf Bewährung ein netter Familienfilm, bei dem ein bisschen das Gefühl bleibt, dass man mehr hätte daraus machen können.

Sonntag, 7. März 2010

Haben Sie Das Von Den Morgans Gehört?


Als ich den Trailer für diesen Streifen sah, da dachte ich noch: "Das könnte ein witziger, unterhaltsamer Film werden." Nicht allein wegen Hugh Grant dachte ich das, der für mich eigentlich immer ein Garant dafür war, dass ein Film zumindest dialogtechnisch witzig wird.
Nun, das war diesmal leider ein Irrtum. Die Geschichte ist so hanebüchen wie ein Lord im Ghetto. Die Gangster benehmen sich wie Amateure und scheinen auch noch dumm wie Brot zu sein. Die Morgans sind so weltfremd wie Kaspar Hauser und zu guter letzt sind die Dörfler so klischeemäßig dargestellt, dass es schon nicht mehr witzig ist. Hinzu kommt, dass Hugh Grant und Sarah Jessica Parker als Paar einfach nicht harmonieren und dass eben Mrs. Parker eine Version der Carrie aus Sex And The City in Light spielt. Das alleine trieb mir schon die Zornesröte ins Gesicht. Und irgendwie keimte in mir der Verdacht nach Genuss des Streifens auf, dass man auch genau dieses Publikum erreichen wollte. Was es deshalb für ein männliches Publikum uninteressant macht. Man kann mich für diese Aussage nun hassen, aber genau dieses Gefühl hatte ich nunmal.
Wer also seine Freundin glücklich machen möchte, für den sei dieser Film empfohlen. Der Rest schaut sich lieber ´ne Wiederholung von Two And A Half Men an.

Sonntag, 21. Februar 2010

Old Dogs - Daddy Oder Deal


Old Dogs - Daddy Oder Deal ist von den Machern vom wirklich witzigen Born To Be Wild - Saumäßig Unterwegs, insofern hatte man hohe Ewartungen an den Nachfolgefilm. Wie schon beim Vorgänger konnte man auch hier wieder John Travolta für eine der beiden Hauptrollen gewinnen, zur Seite stellte man ihm Robin Williams, der in letzter Zeit nicht mehr so wirklich präsent war.
Leider muss man sagen, dass die Erwartungen an Old Dogs leider nicht erfüllt wurden. In typischer Disney-Manier plätschert die Story sehr vorhersehbar und belanglos vor sich hin, da ändert es auch nichts, dass einige der Gags wirklich lustis sind. So hat man eigentlich auch die ganze Zeit über den Eindruck, dass der Film immer zwischen Gag-Szene und Tränendrüsen-Szene hin und herspringt. Nicht wirklich von Vorteil ist auch, dass man das Witzigste schon im Trailer bewundern konnte.
So wird Old Dogs für Kinder sicher eine Alternative sein, doch die Erwachsenen werden sich ganz sicher ziemlich schnell langweilen.

Samstag, 20. Februar 2010

Mitternachtszirkus - Willkommen In Der Welt Der Vampire


Paul Weitz ist der Bruder von Chris Weitz. Wie der Zufall es wollte arbeiteten beide fast gleichzeitig an Vampirstoffen basierend auf Büchern. Während Chris Weitz den leicht uninspirierten New Moon - Biss Zur Mittagsstunde verfilmte, übernahm sein Bruder Paul den Roman Mitternachtszirkus - Willkommen In Der Welt Der Vampire.
Während New Moon eher ein jüngeres Publikum bedient und deshalb sehr viele Soap-Elemente beinhaltet, trotz der Fantasy, geht Mitternachtszirkus einen klassischen Weg und vereint Fantasy mit Horror und Humor.
Doch welcher Film ist nun der Bessere? Ganz eindeutig Mitternachtszirkus. Er ist im Großen und Ganzen einfach origineller und spannenender, was an dem guten Drehbuch liegt, welches auch von Paul Weitz mitverfasst wurde. Die Darsteller, die fantastisch besetzt sind, tun ein übriges um die Qualität auf ein hohes Niveau zu hieven. John C. Reilly als stolzer Vampir spielt mit majestätischem Spaß und macht die letzten beiden Klamaukfilme fast vergessen, obwohl Ricky Bobby - König Der Rennfahrer und Die Stiefbrüder nicht wirklich schlechte Filme waren. Sie überschatteten nur sein wahres Können.
Auch Ray Stevenson als bösartiger Vampyr ist fantastisch besetzt und passt besser zu seinem Naturell als zuletzt die Rolle des Frank Castle in Punisher: War Zone. Er schauspielert diesmal tatsächlich und man merkt ihm den Spaß beim Spielen an, den widerlichen Drecksack zu spielen.
Auch die Nebenrollen sind witzig besetzt. Salma Hayek als bärtige, weissagende Lady ist zum Schießen. Willem Dafoe hat zwar nur eine kleine Rolle aber die spielt er so schräg wie man es von ihm gewohnt ist.
Mitternachtszirkus lebt von seinem schwarzen, oft makaberen Humor, der vielleicht nicht jedem schmecken wird, aber für die, die damit keine Probleme haben entfaltet sich der wirkliche Spaß an dem Streifen.
Wer eine gute Alternative zu der Horror-Schmonzette New Moon sucht, der ist hier richtig. Schade nur, dass der Film in den Staaten durchfiel und man wohl auf keine Fortsetzung hoffen kann. Da keine wirkliche Liebesgeschichte erzählt wird waren wohl zu viele enttäuscht und einen Vampirfilm ohne Robert Pattinson wird wohl in der nächsten Zeit nicht vom Erfolg verwöhnt werden.

Freitag, 12. Februar 2010

Taking Woodstock


Anlässlich des 40. Geburtstags von Woodstock entschied man sich das Buch Taking Woodstock von Elliot Tiber zu verfilmen, der darin aus eigener Sicht die Geschehnisse rund um das Festival beschrieb.
Damit das Ganze dramaturgisch und visuell funktioniert holte man sich den Ausnahmeregisseur Ang Lee, der mit Brokeback Mountain schon einen modernen Klassiker schuf.
Elliot Teichberger, so hieß der Hauptprotagonist damals noch, brachte das Festival nach Bethel, nachdem man die Veranstalter aus Woodstock vertrieb. Hauptmotivation dafür war, die Hypothek der Eltern auf das familieneigene Motel zu tilgen, da die Bank es sonst schließen würde. Natürlich konnte er nicht ahnen, dass sich bald ca. 1 Million Hippies auf den Weg zu ihm machen würden, was natürlich das ganze Kaff in ein riesiges Chaos verwandelte.
Lee setzte den Streifen sehr bildgewaltig um und erzählt in warmen Bildern die Ereignisse rund um das Motel, und natürlich des Konzerts, so intensiv und amüsant, dass man ab und zu meint tatsächlich dabei zu sein. Als Stilmittel benutzt er Splitscreens zwischendrin um sicherlich der gleichnamigen Dokumentation von Woodstock seinen Tribut zu zollen. Das funktioniert damals wie heute noch ganz ausgezeichnet und lässt einen das Gefühl geben mittendrin zu sein. Ganz davon mal abgesehen hat Lee auch noch den besten LSD-Trip der je in einem Film vorkam visuell umgesetzt, das nur am Rande.
Dem Cast merkt man sichtlich an, dass ihnen dieser Film sehr viel Spaß machte, allen voran Liev Schreiber, der als Transvestit für die Security des Motels zuständig ist. Auch Imelda Staunton, den meisten noch aus Harry Potter Und Der Orden Des Phönix bekannt, als kratzbürstige Mutter von Elliot ist fantastisch.
Über die Musik muss ich nicht was schreiben, der Soundtrack ist natürlich grandios und auch Danny Elfmans zurückhaltender Score unterstreicht das.
Taking Woodstock ist ein wirklich komischer Historienfilm, der einem einen guten Einblick gibt, wie das damals wohl gewesen sein muss.

Dienstag, 9. Februar 2010

A Serious Man


Tja, die Coen Brüder. Also um gleich mal reinen Tisch zu machen: Ja, ich finde die beiden als Filmemacher genial und fantastisch. Das setze ich dehalb vorweg um keine Morddrohungen zu bekommen. Fargo und The Big Lebowski gehören defintiv mit zu meinen Lieblingsfilmen. Doch muss ich leider gestehen, dass mich die letzten Werke der beiden nicht wirklich überzeugt haben. No Country For Old Men hatte fantastische Schauspieler, keine Frage. Bei Burn After Reading war das nicht anders. Doch hatten sie meiner Meinung nach auch Längen, die mich als Zuschauer langweilten.
Ich finde, dass sie das bei A Serious Man etwas zu sehr überspannten. Okay, wenn man die erste Hälfte einmal überstanden hat, dann entfaltet sich wirklich ein rabenschwarzer Humor, der das allgemeine Spießerleben zerpflückt, doch aus irgendeinem Grund ließ mich das alles kalt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich vom jüdischen Glauben keine Ahnung habe, der Film spielt nämlich in einer jüdischen Gemeinde in den Sechzigern irgendwo in den USA.
Das Ende des Films hinterließ nur ein riesiges Fragezeichen über meinem Kopf. Und versteht mich nicht falsch, ich habe kein Problem mit Metaphern, aber dieser Schluss, na ja, schließt halt nichts ab. Er erklärt nicht mal etwas oder veranschaulicht. Ich bin mir sicher, dass mir da zig Kritiker widersprechen werden, doch für einen Filmfan, der auch vor schwierigen Stoffen nicht zurückschreckt, war mir das einfach zu strange und ließ mich mit einem unabgeschlossenen Film zurück.
Nichtdestotrotz sind die satirischen Elemente des Films superb und machen die zweite Hälfte zu einem ordentlichen, respektlosen Spaß. Die durchweg unbekannten Schauspieler wären noch zu erwähnen, allen voran der Hauptdarsteller Michael Stuhlbarg, dem das Spießertum quasi ins Gesicht gezeichnet steht.
Beim "normalen" Publikum, und da bin ich mir sicher, wird er durchfallen, aber für diese wurde der Film auch sicher nicht gemacht. Coen-Fans werden ihn lieben, das steht fest. Ich hoffe trotzdem, dass sie mal wieder etwas leicht verdaulicheres produzieren werden.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Up In The Air


Jason Reitman, Sohn des Regisseurs der Ghostbusters-Filme Ivan Reitman, legt hier seinen dritten Film als Regisseur vor. Zuvor feierte er schon Erfolge mit der bösartigen Satire Thank You For Smoking und der vielbeachteten Komödie Juno. Alle Filme glänzten mit einem fabelhaften Wortwitz, so auch dieser.
Die Figur von Ryan Bingham, gespielt von George Clooney, ist zynisch und sympathisch zugleich. Die Wortgefechte mit seiner Kollegin, gespielt von Anna Kendrick, sind einfach superb und intelligent auf den Punkt gebracht.
Das einsame Leben des Hauptprotagonisten ist Hauptbestandteil der Geschichte, gepaart mit einer unaufdringlich erzählten Liebesgeschichte mit einer anderen Vielfliegerin, gespielt von Vera Farmiga.
Binghams Beruf, er entlässt Leute für feige Firmenbosse, ist gut gewählt und erklärt natürlich auch die teilweise zynischen Einstellungen dieses Charakters. Wer könnte solch einen Beruf ausüben und nicht zynisch werden?
Clooneys Bingham entwickelt sich glaubhaft von Anfang bis Ende weiter um dann unfreiwillig doch wieder sein altes Leben zelebrieren zu müssen. Wie man dieser Aussage entnehmen kann hat der Film dadurch kein wirkliches Happy End, aber das ist ja alle mal realistischer als alles sonst was einem in Komödien aus Hollywood serviert wird.
Wer gute und witzige Dialoge zu schätzen weiß, der wird mit dieser gut besetzten und ohne Längen erzählten Geschichte eine Menge Spaß haben.

Dienstag, 2. Februar 2010

Dinosaurier - Gegen Uns Seht Ihr Alt Aus!


Leander Haußmann, der gefeierte Regisseur von Männerpension, Herr Lehmann und Sonnenallee legt hier seine neue Komödie vor. Und sie ist ein Volltreffer. In einer Zeit in der unser Pflegesystem immer perverser scheint, wagt Haußmann es genau das in einer Komödie zu thematisieren, einer bittersüßen Komödie. Zum Einen ist es natürlich zum Schießen den Senioren dabei zuzuschauen wie sie Bank auf´s Kreuz legen, bzw. wie sie dem herrlich schleimigen Charakter, gespielt von Daniel Brühl, eins auswischen. Zum Anderen ist gerade anfangs das Leben im Seniorenheim nicht weit hergeholt, ich weiß wovon ich spreche.
Gerade das Spiel mit den Pflegestufen, sehr anschaulich erklärt von Tom Gerhardt, der den Heimleiter hier spielt, macht auf ein großes Problem in unseren Pflegegesetzen aufmerksam. Auch die Motivation der Pflegekräfte wird thematisiert.
Auch der Umgang der Banken mit der Verteilung von Krediten an Menschen, die sich das gar nicht leisten können wird hier thematisiert.
Doch trotz dieser harten Thematiken zwischendrin schafft es der Streifen immer amüsant und leicht verträglich zu bleiben. Das muss man erstmal schaffen.
Alles in allem ist Dinosaurier eine intelligente Komödie, die zum Nachdenken anregt und die Senioren feiert. Und diesen bei ihren Gaunereien zu beobachten macht einen Höllenspaß.

Donnerstag, 28. Januar 2010

Der Informant!


Diese Geschichte ist tatsächlich unfassbar, genauso wie es das Plakat aussagt. Und es ist noch unfassbarer wenn man bedenkt, dass der Film tatsächlich auf wahren Begebenheiten basiert.
Der Fremschämfaktor für die Figur des Mark Whitacre, kongenial gespielt von Matt Damon, ist dermaßen hoch, so dass ich ein paar Mal das Bedürfnis hatte einfach wegzuschalten.
Anfänglich ist der Film eher wie ein Wirtschaftsspionagethriller, mit verdeckter Ermittlung, Betriebsspionage usw. usw. Doch je mehr die Geschichte voranschreitet und man immer tiefere Einblicke in die Lügen des Mark Whitacre bekommt, desto amüsanter wird das Ganze. Man kann sich nicht ausmalen, was die armen FBI-Agenten und Anwälte durchmachen mussten wegen diesem notorischen Lügner.
Steven Soderbergh scheint ein Faible für Filme zu haben. in denen tatsächliche wirtschaftliche Fälle aufgearbeitet werden. In seinem Meisterstück Erin Brockovich zelebrierte er das bis zur Perfektion. Wirklich vergleichen kann man Erin Brockovich mit diesem Film allerdings nicht, denn die Charaktere könnten unterschiedlicher kaum sein. Auch ist der Spannungsbogen nicht so hoch wie bei besagtem Vorgänger.
Trotzdem macht der Streifen Spaß, nicht zuletzt wegen Matt Damons köstlichem Spiel dieses notorischen Lügners.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Alvin Und Die Chipmunks 2


Ich weiß, was ihr euch fragt: Guckt sich der Typ eigentlich jeden Mist an? Die Antwort ist so simpel wie einfach: Yip. Ich bin nunmal ein Filmfan und Genres sind mir so egal wie das Wetter letzte Woche. Wo das nun geklärt ist springe ich direkt in meine Review. Die Chipmunks sind nun endlich wieder da.
In den Staaten sind sie schon seit mehr als 50 Jahren auf Erfolgskurs, mit immer wieder mehr oder weniger langen Pausen. Nun dachte man sich, dass es wohl mal wieder Zeit werden würde und produzierte vor knapp 2 Jahren den ersten Chipmunk-Film der Neuzeit. Der war sehr erfolgreich, also musste nun natürlich ein zweiter Teil her. Das Prinzip ist das Gleiche, nur das diesmal die Chipettes, die weiblichen Pedants zu den Chipmunks, versuchen große Stars zu werden. Wirklich überraschend ist das nicht, aber es funktioniert. Die Chipmunks sind gut und süß animiert, die Songs fetzig (für Kinder auf alle Fälle) und einiges sogar witzig.
Jason Lee´s Rolle als Dave ist zur Nebenrolle geworden, warum ist mir ein Rätsel. Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass man nichts falsch macht, wenn man ihn seinen Kindern zeigt. Die werden begeistert sein.

Julie & Julia


Julia Child ist hierzulande sicher niemandem ein Begriff. Doch in den Staaten war sie die bekannteste (Fernseh)Köchin des Landes.
Julie Powell wurde durch ihren Blog The Julie/Julia Experiment ebenfalls sehr erfolgreich und war durch diesen Blog in der Lage einen Vertrag mit einem Verlag zu ergattern und verfasste daraufhin das Buch Julie & Julia. Die Verfilmung nun nimmt sich die Freiheit aus Powells Buch nicht nur ihre Erfolgsgeschichte zu erzählen, sondern auch die von Child, 50 Jahre versetzt. Was ungewöhnlich klingt funktioniert als Film erstaunlich gut obwohl sich die Hauptcharaktere niemals über den Weg laufen. Nora Ephron inszenierte beide Geschichten mit viel Wärme und Charme.
Meryl Streep als Julia Child ist wie gewohnt zwar sehr souverän, allerdings nervt ihre Julia Child auf Dauer etwas. Ob das nun an Meryl Streep liegt oder einfach daran, dass die orginal Julia halt eben diese nervige Art hatte ist für mich schwer nachvollziehbar, da wir eben hierzulande von Julia Child keine Ahnung haben.
Amy Adams dagegen spielt ihre Julie so dermaßen süß, ich hätte lieber nur ihre Geschichte gesehen. Es scheint so, als ob sich Adams auf diese süßen Charaktere spezialisiert und ist wohl drauf und dran die neue Meg Ryan zu werden. Ich für meinen Teil war begeistert und hätte sie sofort geheiratet...
Schweife ich ab? Nun ja, Adams ist eben zauberhaft. Ebenfalls positiv zu erwähnen wäre Stanley Tucci, der als Julia Childs liebevollen Ehemann auch sehr überzeugend spielt.
Vielen wird Julie & Julia zu seicht sein, oder einfach wegen fehlendem Interesse links liegen lassen. Alle anderen erwartet eine sympathische und herzerwärmende Komödie über 2 unterschiedliche Frauen die wie der Bock zum Gärtne zu ihrem Erfolg kamen.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Lange Beine, Kurze Lügen Und Ein Fünkchen Wahrheit


Es ist schon lange nicht mehr so schlimm mit dem Eindeutschen amerikanischer Filmtitel aber hin und wieder kommt es dann doch noch zustande, so wie hier.
Na gut, lassen wir den Titel mal außer Betracht, was hätten wir denn da noch? Eine High-School-Komödie mit einem Verschwörungsthriller-Ansatz. Und dieser Ansatz, der ja die Handlung auch ausmacht, ist leider schon direkt am Anfang durchschaubar, was das Ganze natürlich nur leidlich spannend macht. Warum macht der Film trotzdem Spaß?
Das liegt vor allem an den gut aufgelegten Darstellern, allen voran Bruce Willis, dem es sichtlich Spaß machte einen Kriegsveteranen zu spielen, der irgendwie Schuldirektor wurde, à la Skinner bei den Simpsons. Nur eben in bedrohlich. Wenn mein Direktor in der Schule so gewesen wäre, dann wäre ich sicher viel braver gewesen,das steht fest.
Sogar Mischa Barton merkt man den Spaß an den sie hatte die Schulschlampe zu spielen. Und sie macht das gut... ob das gespielt ist? Das blebt wohl ein Rätsel.
Aber natürlich steht und fällt der Film mit dem Hauptdarsteller Reece Daniel Thompson. Und er macht es sehr gut. Sein Funky überzeugt in der Rolle des Nerds und als passionierter Journalist der Schulzeitung. Man fühlt förmlich mit, wenn er versucht das Komplott gegen den Schulsprecher aufzudecken.
Wäre nicht die Vorhersehbarkeit, dann hätte das ein richtig spannender Film werden können. Trotzdem macht es Spaß den Schauspielern zuzuschauen wie sie durch die Handlung eiern. Alleine wegen Bruce Willis sollte man dem Film ´ne Chance geben.

Miss March


Dieser Film ist albern, albern, albern und nochmals albern. Und der Fäkalhumor ist teilweise krasser als bei den American Pie Filmen. Die Story ist bescheuert und sehr, sehr sexistisch. Aber verdammt, dieser Film ist scheißewitzig (im wahrsten Sinne). Von psychopathischen Feuerwehrleuten die die Helden durch das ganze Land jagen bis zu geschlechtslosen Hip-Hop-Stars über dauergeilen Lesben, die mit ihren Zungen Schlösser knacken können. Alles an diesem Film ist durchgeknallt und mehr als nur over-the-top. Aber eben saukomisch.
Der Film ist ein bisschen das männliche Äquivalent zu House Bunny, und auch hier ließ es sich Hugh Hefner nicht nehmen aufgrund der Thematik sich wieder selbst zu spielen.
Im letzten Drittel verliert der Streifen zwar ein bisschen an Fahrt aber das kann man verschmerzen, sind doch die ersten 2 Drittel so abgefahren lustig. Wenn bei einem die Ekelgrenze nicht so hoch ist, dann kann man einen richtig lustigen Filmabend haben. Ich hatte ihn.

Dienstag, 19. Januar 2010

All Inclusive


Vince Vaughn fiel in der letzten eher durch uninspirierte Komödien auf. Jon Favreau eher als Regisseur und war mit Iron Man schwer beschäftigt gewesen. Die beiden plus Jason Bateman den man wohl am ehesten aus Hancock kennt gehen also in diesem Film auf eine Traumreise um dort ihre Ehen zu retten. Quasi eine Beziehungstherapie im Paradies. Klingt spannend? Genau! So spannend wie Fußpilz.
Der Film ist wie eine 100minütige Beziehungstherapie und es wird geredet und geredet und geredet. Jean Reno ist der Therapeut und langweilt dabei genauso wie der nervige, ewig notgeile Charakter von Jon Favreau. Wenn man einen guten Beziehungsfilm sehen will, der verschiedene Facetten von verschiedenen Paaren beleuchtet, dann sollte man sich Er Steht Einfach Nicht Auf Dich ansehen und den hier sausen lassen. Die Gags sind entweder nicht vorhanden oder einfach nicht witzig. Vince Vaughn spielt gelangweilt und auch Kristen Bell latscht eher uninspiriert durchs Bild.
Das Beste an diesem Film sind die fantastischen Aufnahmen der Karibikinsel, bei denen ich sofort Lust bekomme dahin zu fahren und von weiten Stränden mit himmelblauem Wasser zu träumen. Aber um schöne Landschaftsaufnahmen zu sehen kann man sich auch die neue Ausgabe der GEO kaufen oder sich eine National Geographic Dokumentation ansehen. Spart euch das Geld für diesen Film und spart lieber auf eine Karibikkreuzfahrt.