Posts mit dem Label Thriller werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Thriller werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 29. März 2010

From Paris With Love


Wenn Luc Besson einen Film produziert, dann sind es meist Filme für Männer. Nur und ausschließlich. So kommen die Taxi-Filme von ihm und, natürlich, die Transporter-Filme. Markige Sprüche, heiße Action, keine Handlung. Doch machen sie eben auch Spaß. Und das nicht zu knapp.
Und genauso ist es auch bei From Paris With Love. Diesmal lässt Besson John Travolta als Geheimagent auf die Franzosen los. Dass das nichts mit James Bond zu tun hat brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Travolta ist einfach eine coole Sau, das hat Besson erkannt und ihm diese Rolle auf den Leib geschneidert. Und es funktioniert prächtig. Es macht einen Riesenspaß zu sehen, wie sich Travolta durch diesen Film ballert und seinen Partner in den Wahnsinn treibt. Die Terroristengeschichte ist so belanglos wie vorhersehbar und spielt auch überhaupt keine Rolle, nicht mal der Name des Schauspielers, der Travoltas Partner spielt. Alles nur Beiwerk für den Meister, der sich hier selbst ein Denkmal setzt. Cool, cooler, Travolta. So einfach ist das. Wer Inhalt möchte, soll sich dieser Tage lieber Agora reinziehen. Wer sinnlose Action mit einem coolen Hauptdarsteller sehen will, der zieht sich From Paris With Love rein. Ich hoffe, Besson lässt The Transporter weiter Urlaub machen und produziert noch ein paar Fortsetzungen von diesem Streifen...

Der Blutige Pfad Gottes 2


Der Blutige Pfad Gottes lief in Deutschland nie im Kino, trotzdem wurde der Film auch hierzulande zu einem vielbeachteten Kultfilm. Jetzt, fast 10 Jahre nach Release des ersten Teils kommt der 2. Teil auf Bluray und DVD. Dass Fortsetzungen von solch großen Kulthits meistens nach hinten losgehen, bewiesen schon eindrucksvoll die Fortsetzungen von From Dusk Till Dawn. Deshalb erwartete ich auch nicht wirklich einen fantastischen Film. Doch ich wurde positiv überrascht. Obwohl die erste Hälfte mehr wie eine Komödie aufgebaut ist, die durchaus witzig ist, bekommt die zweite Hälfte wieder eindeutigen Boondock Saints-Charakter. Natürlich ohne den ersten Teil in keiner Sekunde zu übertreffen, dafür hat er doch massive Längen, die es beim ersten nicht gab. Der komödiantische Teil am Anfang basiert auf die fast 10jährige Pause der Saints, was es dann auch recht plausibel macht, warum sie so dilettantisch ans Werk gehen.
Die Story wird sogar tiefer als man anfangs denkt, was natürlich auch positiv überraschen dürfte. Die Schießszenen sind wieder sehr pathetisch in Szene gesetzt, das kennt man noch aus Teil 1. Die Schauspieler sind uns auch komplett erhalten geblieben, und ich meine komplett (sogar die, die im ersten Teil starben sind mit von der Partie), was mich persönlich sowieso immer freut. Lediglich der Neuzugang, die FBI-Agentin, wollte nicht so recht in den Film passen, da sie zu sehr auf Willem Dafoes Charakter aus Teil 1 basiert, doch darüber kann man getrost wegsehen.
Der Blutige Pfad Gottes 2 ist eine gelungene Fortsetzung, die sich selbst nicht zu ernst nimmt und auf einen guten 3. Teil hoffen lässt...

Dienstag, 16. März 2010

As Good As Dead - So Gut Wie Tot


Cary Elwes scheint auf Foltergeschichten zu stehen, anders kann ich mir nicht erklären warum er nach dem ersten Saw wieder einen Film dreht, der eine ähnliche Thematik aufweist. In As Good As Dead wird er also wieder gefoltert, nicht ganz so drastisch wie in Saw aber immer noch ziemlich brutal. Das Beste daran: Er wird von Andie MacDowell gefoltert. Von der hat man jetzt schon ziemlich lange nichts mehr gehört, desto verwunderter war ich, sie in diesem Streifen zu sehen. Und damit noch nicht genug! Sie spielt die Witwe eines Nazi-Predigers, der seine eigene Kirche gründete. Das ist als wenn Meg Ryan eine Soldatin spielen würde... Upps, das gab es ja tatsächlich schon. Wie war das noch? Richtig, es ging in die Hose.
Und auch hier ist das Problem, dass man MacDowell das Ganze nicht so richtig abkaufen mag. Cary Elwes dagegen kauft man das Opfer gut ab, er hat ja auch schon Erfahrung darin. Der Arme kann zwar nix dafür, doch wenn ich ihn sehe muss ich immer noch an Mel Brooks´ Robin Hood - Helden In Strumpfhosen denken. Als Robin Hood bleibt er für mich einfach unvergesslich.
Aber egal, was ist mit dem Rest des Films? Kann der überzeugen? Ja und Nein. Die Story ist originell, mal was anderes. Leider ist das Ende sehr voraussehbar, was den Twist etwas langweilig gestaltet. Der ganze Film hat sowieso mit ziemlichen Längen zu kämpfen, was ihn natürlich zeitweise recht langatmig macht.
So bleibt abschließend zu sagen, dass man sich vielleicht besser noch einmal den ersten Saw reinzieht bevor man sich überlegt ob man diesen Film wirklich braucht, obwohl er ja auch kein Totalsusfall ist.
Fans dieser Filme können aber durchaus mal einen Blick riskieren. Der Streifen erscheint dieser Tage in Deutschland auf DVD und Bluray.

Montag, 15. März 2010

Fall 39


Ein dämonisches Kind, dass seinen Eltern die Hölle auf Erden bereitet. Okay, wirklich neu ist die Thematik nicht, man könnte sogar sagen, sie ist schon recht ausgelutscht. Und so reiht sich auch dieser Film als Das Omen-Clon in die Reihe von vielen, vielen Versuchen ein, dem Thema eine neue Facette abzugewinnen.
Wirklich gelingen tut dem Streifen das nicht, da hatte Christian Alvart mit Antikörper und Pandorum schon ein besseres Händchen bewiesen. Trotzdem ist Fall 39 nicht schlecht. Nach der ersten trägen Hälfte des Films gewinnt durch seine Schockeffekte und etwas schnelleren Erzählweise an Fahrt. Wirklich originell ist das zwar nicht, denn mit Schockeffekten kann man halt schnell etwas Stimmung machen, aber es funktioniert letzten Endes dann doch.
Das Mädchen wird gegen Ende sowas von bitchy, so dass es eine wahre Freude ist zu sehen, wie Renée Zellweger sie fertig macht. Man soll mir mal einen Film zeigen, bei dem der Kindermord am Ende dem Zuschauer Spaß macht. Ist schon eine Leistung, deshalb wird das Ende für jeden Kinderhasser ein Fest sein.
Über die Darsteller kann man nichts schlechtes sagen, Renée Zellweger wird hierfür wohl sicherlich keinen Oscar bekommen, aber mies ist sie auch nicht. Lediglich Bradley Cooper mag man den Kinderpsychologen nicht so recht abkaufen.
In Erinnerung wird der Streifen wohl nicht bleiben, aber für kurzweiligen Horrorspaß kann man ihn schon gebrauchen.

Wrong Turn At Tahoe


Nein, dieser Film ist nicht der neueste Teil der furchtbaren Wrong Turn-Filme sondern ein Independent-Rachefilm. Rachefilme sind zur Zeit sehr beliebt und wir werden fast monatlich mit zig Filmen dieser Art bombadiert. Interessanterweise sind nur die Wenigsten wirklich schlecht. So ist es auch mit Wrong Turn At Tahoe. Mit kleinem Budget gedreht ist es auch ein kleiner, gemeiner und blutiger Rachefilm geworden. Über Cuba Gooding Jr.´s Leistungen in letzter Zeit kann man sicher streiten, doch in diesem Film kommt sein recht emotionsloses Spiel gut zur Geltung und passt auch zur Geschichte. Harvey Keitel ist ja sowieso immer super und spielt hier den "Bösewicht", sind ja eigentlich alle Bösewichte in diesem Streifen, so wie es sich gehört.
Doch richtig überrascht war ich, dass Miguel Ferrer neben den anderen sehr bekannten Schauspielern hier eine Hauptrolle hat. Sonst ist er ja eher auf die Nebenrollen fixiert, doch es war eine gute Entscheidung ihm die Rolle zu geben, denn er spielt alle anderen an die Wand.
Über Sinn und Unsinn der Handlung kann man sicher streiten, doch ist nicht abzustreiten, dass der Film von anfang an intensiv und spannend ist. Der BLutfaktor steigt zum Ende hin enorm an und spiegelt die Intensivität der Handlung gut wider.
Wer auf Rachefilme und Thriller steht, für den ist Wrong Turn At Tahoe sicher ein Fest. In Deutschland erscheint er jetzt direkt auf DVD, da eine Kinoauswertung hier sicher keinen Sinn gehabt hätte. Die Konkurrenz mit Gesetz Der Rache und Auftrag Rache wäre wohl einfach zu groß gewesen.

Montag, 8. März 2010

Auftrag Rache


Mel Gibson is back. Nach seiner letzten Hauptrolle in Wir Waren Helden dauerte es fast 8 Jahre bis Herr Gibson sich entschloss einmal mehr die Hauptrolle in einem Film zu spielen. Nun ist die lange Wartezeit vorbei und er kann in Martin Campbells neuem Film das machen, was er am besten kann. Bösen Buben mächtig den Arsch versohlen. Das läuft hier zwar etwas subtiler ab als in Lethal Weapon oder Payback - Zahltag, aber im Prinzip tut er halt doch genau das. Verpackt ist das alles in einer guten Verschwörungsstory über böse Konzerne, die an dem Mord seiner Tochter verantwortlich sind.
Martin Campbell setzte das alles sehr klassisch um, d. h. es gibt keine schnellen Schnitte und auch keine schräge Kamerafahrten sondern eben klassische Thriller-Kost. Die funktioniert erstaunlich gut, was vor allem an den großartigen Schauspielern liegt, die hier wirklich ihr Bestes geben, allen voran Mel Gibson, dem die Story wohl wirklich am Herzen lag.
Das einzig Negative was ich erkennen konnte war, dass es hin und wieder ziemliche Längen gab und ich im Allgemeinen den Eindruck hatte, dass man das Finale auch schneller hätte erreichen können. Doch die Längen schmälern das Vergnügen keinesfalls, Mel Gibson endlich wieder in Aktion zu sehen.
Auftrag Rache ist ein wirklich spannender Thriller mit einem Mel Gibson in Hochform.

Montag, 22. Februar 2010

Cash!


So hätte zwar auch die Biografie von Johnny Cash heißen können, doch was sich hinter dem Namen verbirgt ist ein Independent-Thriller mit Sean Bean, ihr wisst schon, der Herr-Der-Ringe-Sean-Bean.
Leider gibt es zu diesem Streifen nicht viel zu sagen, außer dass die Handlung eigentlich eine originelle Idee ist und Sean Bean auch eine gute Performance abgibt. Wenn allerdings das Drehbuch einfach viel zu langweilig ist, da hilft das alles nur wenig um den müden Ablauf zu retten. Ich ertappte mich immer wieder dabei, dass meine Gedanken währende des Genusses abschweiften, was kein gutes Zeichen für die Spannung des Streifens ist.
Wer auf müde Thriller oder Sean Bean steht kann mal einen Blick riskieren, der Rest kauft sich besser einen apannenden Roman.

Dienstag, 9. Februar 2010

New Town Killers


Ich liebe britische Independent-Filme, ganz ehrlich. Sie haben eine ganz eigene Art Geschichten zu erzählen, sind visuell meistens sehr eigen und beinhalten fantastische Musik. Und all das hat auch New Town Killers, um die Kritik direkt mal auf einen Punkt zu bringen.
Gut, die Geschichte ist jetzt nicht wirklich neu, ein Junge, der sich für Geld eine Nacht lang jagen lässt. Das gab es schon, ist also nicht wirklich originell. Doch die Umsetzung ist es definitiv. Und was das Wichtigste daran ist: Er ist spannend wie Sau! Erzählt in kühlen Bildern fiebert man in jeder Sekunde mit der Hauptfigur mit. Die schnellen Schnitte tun ein übriges um alles rasant zu erzählen. Die Darsteller sind hierzulande weitgehend unbekannt, lediglich Dougray Scott könnte dem ein oder anderen Desperate Housewives-Fan ein Begriff sein. Allesamt liefern einen passablen Job ab. Für einen spannenden DVD-Abend ist dieser Film allemal zu empfehlen.

Montag, 8. Februar 2010

The Box


Richard Kelly´s Erstlingswerk Donnie Darko sorgte, zumindest in Europa, für großes Aufsehen. Verstand er es doch das Handwerk eines David Lynch in einen eigenen Stil zu verwandeln, der diesen Film zu einem Kultfilm machte.
Sein Nachfolgewerk Southland Tales ging noch einen Schritt weiter, scheiterte aber kläglich bei den Kritikern und erschien auch erst 3 Jahre nach Erscheinen in Deutschland nur auf DVD.
Eine pure DVD-Auswertung widerfährt nun auch The Box, während er in den Staaten mit mittelmäßigem Erfolg auch im Kino lief.
Bei diesem Streifen nähert sich Kelly wieder etwas mehr seinem Erstlingswerk Donnie Darko. Die Geschichte um eine Box, die, wenn man sie drückt, einen Fremden sterben lässt und selbst einem eine Million Dollar zukommen lässt, fängt etwas langatmig an. Doch baut sich im Laufe des Films immer mehr eine Spannung auf, die einen irgendwann dann doch in seinen Bann zieht. Am Ende entwickelt es sich sogar zu einer harschen Gesellschaftskritik, die nicht aufdringlich wird. Satirische Elemente scheinen immer wieder durch. Das Schicksal des Ehepaares, gut gespielt von Cameron Diaz und James Marsden, ist einem dabei in keiner Sekunde egal und man verspürt echte Sympathie für die beiden, was dann natürlich das ganze Geschehen noch tragischer macht.
Wer denn zwar verantwortlich für das alles muss man sich selbst zusammenreimen am Ende, aber so bleibt auch der philosophische Ansatz erhalten und man hat Stoff darüber zu diskutieren so wie einst bei Cube.
Alles in allem ist The Box eine faszinierende und spannende Gesellschaftsstudie die besser zu verdauen ist als Donnie Darko.

Donnerstag, 28. Januar 2010

Sherlock Holmes


Guy Ritchie brauchte lange um sich von seinem Mega-Flop Stürmische Liebe - Swept Away zu erholen. Zwar war der Nachfolgefilm Revolver ein kleines Meisterwerk, doch stellte das die Fans auch nicht sehr zufrieden, da die Geschichte dann doch zu philosophisch und künstlerisch endetet. Erst mit Rock N Rolla meldete er sich so zurück, wie man es von ihm erwartete. Doch anstatt so weiterzumachen wagte er etwas neues. Nämlich seinen ersten großen, wirklichen Blockbuster.
Man wählte die Figur des Sherlock Holmes, es ist ja immerhin schon eine Weile her, dass dieser zu Filmehren kam. Doch Guy Ritchie wollte keine korrekte Studie des Buches, sondern lieber einen rauheren, realistischeren Holmes. Und das schaffte er mit Bravour. Genie und Wahnsinn geben sich immer die Hand, warum also nicht auch mit Sherlock Holmes? Okay, er machte aus Dr. Watson einen Söldner, doch fällt das nicht weiter ins Gewicht.
Der Cast ist geradezu göttlich: Robert Downey Jr. als Holmes, Jude Law als Watson, Mark Srong als diabolischer Lord Blackwood. Alles in fantastischen Kulissen gedreht und mit einer intensen, düsteren Atmosphäre. Am Ende ist man zwar etwas zu bemüht, die Handlung aufzulösen, aber darüber kann man ruhig hinwegsehen. Bleibt nur zu hoffen, dass Sherlock Holmes erfolgreich genug ist, damit man ihn wieder auf London loslässt.
Dieser Streifen ist ein düsterer Spaß und zur guten Nachahmung empfohlen...

Armored


Endlich mal wieder ein old-fashioned-Thriller. Die Idee ist so einfach wie simpel: Die Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma die Geldtransporter fährt und bewacht wollen ihre eigenen Transporter überfallen, ohne Komplikationen, ohne Verletzte. Das geht natürlich schief und als doch ein Unschuldiger verletzt wird, da beschließt Ty Hackett, dass er das so nicht mitmacht. Jetzt wollen ihm seine Kollegen ans Leder, doch Ty verschanzt sich in einem der Transporter, die ja schwer gepanzert sind. Er kann nicht raus, sie können nicht rein.
So entwickelt der Thriller von Minute zu Minute mehr Spannung bis es schließlich zu einem blutigen Finale kommt. Leider kann man jetzt schon sagen, dass der Film wohl kein großer Erfolg werden wird, da Sony ihn aus Versehen schonmal 5 Stunden auf dem Playstation Network anboten und es so im Vorfeld schon zu hunderttausenden Downloads kam. Dumm gelaufen würd ich sagen.
Wie auch immer, dieser Thriller ist sehr gut besetzt. Als Gegenspieler von Columbus Short fungieren Matt Dillon, Jean Reno, Laurence Fishburne und Skeet Ulrich. Mit diesen Stars alleine ist bestes Thriller-Entertainment vorprogrammiert und so ist es auch.
Wer einen spannenden Thriller sehen will, der wird hier nicht enttäuscht.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Inglourious Basterds


Über diesen Film wurde schon so viel geschrieben... da ist es nur gut und recht wenn ich auch etwas schreibe.
Quentin Tarantinos neuester Film ist eine Rückbesinnung zu alten Stärken. Gottseidank, denn Death Proof hatte zwar auch viele Dialoge, doch waren diese sinnlos und schlicht gesagt langweilig. Wäre das furiose Ende nicht gewesen, der Film wäre ein Desaster geworden. Ich weiß, dass das einige anders sehen, aber kann man Death Proof wirklich mit Tarantinos Klassikern vergleichen? Nein. Kann man das mit Inglourios Basterds? Ich finde, man kann. Sicher fehlt ihm die clevere Erzählweise eines Pulp Fiction oder Reservoir Dogs und sicher auch die Rasanz von Kill Bill. Doch hat dieser Film anderes zu bieten. Eine Absurdität wie sie bei Death Proof wünschenswert gewesen wäre, eine Absurdität die sich ernst nimmt und das reale Ende des 2. Weltkriegs einfach ignoriert.
Hinzu kommen Dialoge wie sie nur Tarantino schreiben kann und die zu jeder Sekunde pure Intensität rüberbringen. Alleine die erste Szene des Films ist einfach unglaublich in Szene gesetzt und intensiv.
Und dann natürlich die Schauspieler. Allen voran Christoph Waltz, der hier wohl sein Meisterstück abgibt und sogar Brad Pitt mit Leichtigkeit an die Wand spielt. Was für eine Performance.
Til Schweiger hätte man als Hugo Stieglitz nicht besser besetzen können. Sie wird dem eindimensionalen Spiel von Schweiger mehr als gerecht und ist sicher die abgefahrenste Figur. Da wünscht man sich das man Hugo Stieglitz in Zweiohrküken eingebaut hätte und nicht Ludo.
Waltz bekam zu Recht vor ein paar Tagen den Golden Globe und ich hoffe, dass Tarantino ihn noch ein weiteres Mal einsetzen wird.
Über die Musik braucht man auch kein Wort zu verlieren, denn Tarantino ist ein Meister darin, bereits existierende Songs oder Scores wieder für seine Filme zu verwerten, so auch David Bowies Cat People, den Titelsong in Nastassja Kinskis Katzenmenschen.
Dieser Film ist eine Offenbarung für den geneigten Tarantino Fan und ein Riesenspaß für alle anderen.

Lange Beine, Kurze Lügen Und Ein Fünkchen Wahrheit


Es ist schon lange nicht mehr so schlimm mit dem Eindeutschen amerikanischer Filmtitel aber hin und wieder kommt es dann doch noch zustande, so wie hier.
Na gut, lassen wir den Titel mal außer Betracht, was hätten wir denn da noch? Eine High-School-Komödie mit einem Verschwörungsthriller-Ansatz. Und dieser Ansatz, der ja die Handlung auch ausmacht, ist leider schon direkt am Anfang durchschaubar, was das Ganze natürlich nur leidlich spannend macht. Warum macht der Film trotzdem Spaß?
Das liegt vor allem an den gut aufgelegten Darstellern, allen voran Bruce Willis, dem es sichtlich Spaß machte einen Kriegsveteranen zu spielen, der irgendwie Schuldirektor wurde, à la Skinner bei den Simpsons. Nur eben in bedrohlich. Wenn mein Direktor in der Schule so gewesen wäre, dann wäre ich sicher viel braver gewesen,das steht fest.
Sogar Mischa Barton merkt man den Spaß an den sie hatte die Schulschlampe zu spielen. Und sie macht das gut... ob das gespielt ist? Das blebt wohl ein Rätsel.
Aber natürlich steht und fällt der Film mit dem Hauptdarsteller Reece Daniel Thompson. Und er macht es sehr gut. Sein Funky überzeugt in der Rolle des Nerds und als passionierter Journalist der Schulzeitung. Man fühlt förmlich mit, wenn er versucht das Komplott gegen den Schulsprecher aufzudecken.
Wäre nicht die Vorhersehbarkeit, dann hätte das ein richtig spannender Film werden können. Trotzdem macht es Spaß den Schauspielern zuzuschauen wie sie durch die Handlung eiern. Alleine wegen Bruce Willis sollte man dem Film ´ne Chance geben.

Dienstag, 19. Januar 2010

Gesetz Der Rache


Gerard Butler ist ein vielbeschäftigter Schauspieler in letzter Zeit. Ob in Gamer, Die Nackte Wahrheit oder Rock N Rolla, das Geschäft läuft gut für ihn in letzter Zeit. Und er ist ja auch gut. Jetzt hat er seine eigene Produktionfirma gegründet und legt mit Gesetz Der Rache dessen ersten Film vor. Einen Rachefilm. Diese boomen im Moment und mit Death Sentence, Punisher: War Zone und irgendwie auch Saw waren in letzter Zeit schon mehr oder weniger gute Filme vertreten. Dieser hier ist etwas anders, versucht er doch das amerikanische Rechtssystem zu kritisieren und befürwortet sogar irgendwie die Todesstrafe. Ob man das nun gut oder schlecht findet sollte jeder für sich beantworten, die fragwürdige Moral des Rächers in Gestalt von Gerard Butler steht jedenfalls außer Frage, wenn auch das Motiv sicher gut ist.
Sein Gegenspieler in Gestalt eines Staatsanwaltes, genial und ruhig gespielt von Jamie Foxx, gibt dem Film aber einen interessanten Drive, trotz der riesigen Löcher im Script. Wie sich die beiden im Knast immer wieder belauern und die Coolnes von Butlers Charakter macht schlicht und ergreifend Spaß und ist auch spannend. Nur das zählt und das hat der Film auch geschafft.
Darüberhinaus ist es schön mal wieder Colm Meaney in einem großen Blockbuster zu sehen.
Ich persönlich stehe auf Rachefilme und dieser hier ist trotz Scriptschwächen einfach gelungen und macht Spaß. Get ´em Tiger...

Surrogates - Mein Zweites Ich


Hier ist also Jonathan Mostows neuer Film. Der Gute hat sich ja lange genug Zeit gelassen. Sein letztes Machwerk war Terminator 3 und während ich das schreibe, kann ich schon des Lesers stirnrunzeln fühlen. Ja, ich weiß, Terminator 3 war sicher nicht der Terminator-Film den man sich erhofft hatte. Aber er hatte verdammt gute Effekte und war zumindest etwas selbstironisch. Im Großen und Ganzen ist Terminator 3 nicht so schlecht wie sein Ruf. Aber gut, hier geht es ja jetzt um Surrogates.
Auch auf diesem Film wurde im Vorfeld schon rumgehackt. Sicher, er ist kein Meisterwerk und hat riesige Löcher in der Story, und Bruce Willis war auch schon besser gelaunt, doch gibt es ein paar Dinge, die ich sehr gut fand und den Film doch recht kurzweilig machten. Zum Einen sind es die Szenen in denen Bruce Willis Charakter nicht als Surro durch die Stadt laufen muss. Das Gefühl, dass man der einzige "echte" Mensch ist, wurde sehr gut eingefangen und dieses befremdliche Gefühl überträgt sich auch sehr gut auf den Zuschauer. Zum Zweiten sind die Effekte auch sehr gelungen.
Surrogates wird sicher nicht in die Annalen der Filmgeschichte eingehen, wer aber eine Affinität zu Filmen wie I, Robot, Minority Report, Paycheck und A.I. hat, der wird auch Surrogates mögen.