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Donnerstag, 1. April 2010

9


Wenn Tim Burton eine Kollegin als Produzent unterstützt, dann sollte man aufhorchen, schließlich lässt sich der Meister zu sowas nicht jeden Tag herab. Und wo Burton rumlungert ist natürlich auch Danny Elfman nicht weit, der zwar nur die Themes komponierte, aber das reicht als Einfluss schon aus um dem Film seinen eindeutigen Stempel zu verpassen.
Was ist 9 nun für ein Film? In erster Linie mal ein Animationsfilm, nur dass der mit seinen Pixar- und Dreamworkskollegen so gar nicht gemein hat. Denn wenn man den Animationsfaktor außer Acht lässt, dann hat man ein Science-Fiction-Fantasy-Märchen, dass auch nicht wirklich jedem Kind zu empfehlen wäre. Über 12 sollten sie schon sein. Die Story ist düster und die Atmosphäre zu jeder Zeit bedrohlich, von den skurrilen Hauptcharakteren mal ganz zu schweigen. Die Regisseurin schafft es, eine eigene Welt zu kreieren, die in jeder Minute stimmig ist, das soll ihr mal einer nachmachen.
Die Story ist leider nicht mehr die Neueste, so hat man sich ungeniert bei Matrix und Terminator bedient, und dass schon gewaltig, so dass dies der einzige Wehrmutstropfen ist, den ich wahrnehmen konnte.
Alles in allem ist 9 ein Genuss für das Auge und rate wirklich dringlichst dazu, sich den Streifen anzusehen. Es wird übrigens auch nicht gesungen, wie einige schon befürchtet hatten.
Da der Film aus mir unverständlichen Gründen nur in einer handvoll Kinos deutschlandweit startet, wird den meisten wohl nichts anderes übrig bleiben als auf die DVD zu warten. Das Warten lohnt sich, glaubt es mir!


9 Trailer - Watch more Movie Trailers

Mittwoch, 24. März 2010

Disney´s Eine Weihnachtsgeschichte


Warum der großartige Robert Zemeckis in letzter Zeit nur noch Animationsfilme dreht, wird wohl einzig und allein sein Geheimnis bleiben. Nach Der Polarexpress und Die Legende Von Beowulf versucht er sich nun also an Charles Dickens´ Weihnachtsgeschichte. Und wie auch bei seinen anderen Animationsfilmen bleibt am Ende die Frage, wieso er daraus nicht gleich einen Realfilm machte? Die Animationen der Figuren basieren sowieso auf den realen Personen, dank Motion Capturing, was bedeutet, dass die Szenen fast komplett auch von eben jenen gespielt werden mussten. Nun gut, über Sinn und Unsinn kann man streiten, unbestritten ist die Qualität des Films.
Über die Geschichte braucht man, denke ich, nicht mehr viel zu sagen, die sollte ja jedem geläufig sein. Zemeckis´ Hauptabsicht bei dem ganzen Unterfangen lag sichtlich eher bei den 3D-Effekten, denn auf der Story. Hält sich der Film bei der Geschichte doch meist 1:1 an das Buch, sind es doch die Szenen zwischendrin, die den Eindruck erwecken, man wolle auf Teufel komm raus dem 3D-Effekt huldigen. Das ist dann zwar technisch brillant umgesetzt aber hinterlässt es auch den bitteren Nachgeschmack der Effekthascherei.
Über die Darsteller kann man nicht viel sagen, da sie ja animiert sind, außer dass man Jim Carrey durchaus erkennen kann.
Wenn auch einige Szenen recht witzig sind, so ist Humor nicht gerade ein Hauptmittel in diesem Film, was es den jüngeren Zuschauern sicher etwas schwierig machen wird dem Film zu folgen. Überhaupt ist Eine Weihnachtsgeschichte nur sehr bedingt für Kinder geeignet, da es doch einige recht gruslige Szenen mit den Geistern gibt, die bei einigen für schlechte Träume sorgen könnten.
Alles in allem ist Disney´s Eine Weihnachtsgeschichte ein schön animierter Film, der durchaus Spaß macht. Ich persönlich warte darauf, dass Robert Zemeckis endlich wieder einen Realfilm dreht, so schuf er doch immerhin die Zurück In Die Zukunft Trilogie und Forrest Gump.

Montag, 15. März 2010

Zahnfee Auf Bewährung


Dass Dwayne Johnson alias The Rock inzwischen ein waschechter Hollywood-Filmstar ist, das ist unbestreitbar und auch gut so, denn er hat es halt einfach auch drauf. Und hier ist also sein neues Machwerk Zahnfee Auf Bewährung.
Leider ist es so, dass dies meiner Meinung nach der erste Film mit ihm, der komplett nach Schema F gedreht wurde. Ist die Story doch absurd genug um daraus einen wirklich originellen Film hätte machen zu können, entschied man sich leider für die familienfreundliche, vorhersehbare Variante was dann dazu führt, dass man spätestens nach der Hälfte sich anfängt zu langweilen, da man den Storyverlauf einfach schon weiß. Das Gute daran ist, dass wenigstens die erste Hälfte prächtig unterhält, ein paar grandiose Gags bietet und Dwayne Johnson wieder mal in Hochform ist. Dazu gibt es noch ein filmische Wiedersehen mit Billy Crystal, den man zuletzt in Reine Nervensache 2 sah, das ist schon ein bisschen her.
Alles in allem ist Zahnfee Auf Bewährung ein netter Familienfilm, bei dem ein bisschen das Gefühl bleibt, dass man mehr hätte daraus machen können.

Montag, 8. März 2010

Percy Jackson - Diebe Im Olymp


2 Sachen sind mir bitter aufgestoßen nach Genuss des neuesten Chris Columbus Streifens. Zum Einen sind die Parallelen zu Harry Potter dermaßen enorm, so dass ich zwischendrin irgendwie auf ein Quidditch-Match hoffte und für den 2. Punkt muss ich etwas ausholen.
Es geht um die griechische Mythologie. Die an sich ist spannend und interessant genug und reicht vermutlich alleine schon für hunderte von Blockbuster-Filmen. Mein Problem mit Percy Jackson besteht darin, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass "griechische" Götter in die USA auswandern um von nun an dort die Welt zu beherrschen. Was würde Zeus dazu antreiben den Olymp über dem Empire State Building zu errichten? Dass der Eingang zur Unterwelt in Hollywood ist, ist ja noch nachvollziehbar. Egal ob Medusa oder sonst irgendwelche griechischen Mythologiewesen, alle sind in die Staaten ausgewandert. Warum? So bleibt dieser fahle Nachgeschmack, dass alle Halbgötter Amis sind, da sich Götter ja nur die stärksten und geilsten Menschen zur Paarung aussuchen. Dies macht es einem Europäer nicht leicht direkt hysterisch lachend aus dem Kino zu rennen. Was die Griechen von diesem Film halten möchte ich lieber gar nicht erst wissen.
Aber gut, um doch noch zu einem objektiven Ergebnis zu kommen muss ich diese Punkte wohl erstmal ausblenden. Was bleibt dann übrig?
Gut funktionierendes, effektgeladenes, bombastisches, etwas vorhersehbares und leicht verdauliches Popcorn-Kino, welches trotz aller Schwächen gut zu unterhalten weiß. Nicht mehr und nicht weniger.
Der Cast ist bis in die Nebenrollen durchaus gut besetzt. Es fällt zwar keiner davon irgendwie auf, doch muss das ja nichts schlechtes sein. Egal ob Pierce Brosnan, Uma Thurman, Catherine Keener oder Sean Bean, alle machen ihren Job gut.
Warum Chris Columbus nach einigen unbedeutenden Filmen gerade Percy Jackson verfilmt, dessen Parallelen zu seinen ersten beiden Harry Potter Beiträgen so groß ist, dass wird wohl sein Geheimnis bleiben. Ich vermute dahinter einfach mal Geldgeilheit, denn es war abzusehen, dass Percy Jackson ein Erfolg wird. So wird es auch mit Sicherheit bald eine Fortsetzung geben. Da man über die Qualität des Films nichts negatives sagen kann und die Effekte ja auch wirklich gut sind, dürfen wir wohl gespannt sein welche griechischen Mythologien noch in die U S and A ausgewandert sind.

Legion


Ich hatte schon immer einen Hang zu biblischen Stoffen. Egal ob Constantine oder God´s Army, Das 7. Zeichen oder Das Omen. Wenn es thematisch um so etwas geht, dann kann man mich schnell begeistern. Als ich nun den Trailer zu Legion sah, da pochte es laut, das biblische Filmstoff-Herz. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Zumindest was die visuelle Umsetzung angeht. Die Engel sehen einfach fantastisch aus, auch die restlichen Effekte sind astrein umgesetzt worden. Doch leider hat der Film einen Schwachpunkt und der ist nunmal leider nicht wegretuschierbar: die Story.
Das Drehbuch hat Lücken so groß wie der Grand Canyon und tut sich vor allem bei der Vorgeschichte zu diesem Krieg sehr schwer sich zu erklären. Die Informationen sind einfach zu spärlich, so muss man sich leider vergebens fragen, warum man nun gerade dieses Baby beschützen muss. Das wird nie aufgeklärt, so dass man sich den ganzen Film über Fragen muss, wieso sich alle Protagonisten diesen Stress antun. Auch ist die Motivation des Erzengel Michael nicht wirklich klar und warum der Herr Gabriel am Ende bestraft und Michael zurückkehren darf, das kann man wohl nur mit Gottes Unergründlichkeit erklären.
Auch sind die Schauspieler teilweise recht lustlos zugange. Vor allem Dennis Quaid, der sich wohl zu Recht während der Dreharbeiten fragte, was für einen Sinn seine Rolle hat, ist er doch neben Paul Bettany der einzig wirklich namhafte Schauspieler in dem Streifen.
Bettany wiederum selbst, den meisten sicher noch aus The Da Vinci Code - Sakrileg ein Begriff, spielt so emotionslos wie es einem Engel gebürt.
Ist Legion also ein schlechter Film? Nein, ist er nicht. Er unterhält trotz allem recht ordentlich und die Effekte sind, wie gesagt, allererster Güte. Zumindest die Herren der Schöpfung werden ganz sicher einen unterhaltsamen Kinoabend verbringen, mit viel Gewalt und ganz vielen Einzeilern. Denken ist bei Actionfilmen eh total überbewertet worden in letzter Zeit.

Sonntag, 7. März 2010

Alice Im Wunderland


Tim Burton hat es mal wieder geschafft! Er macht aus einer belanglosen, völlig uninspirierten Geschichte ein unverkennbar visuelles Meisterwerk, das seiner Filmografie gerecht wird. Nachdem er mit Sweeney Todd ja eher ein Musical für Erwachsene fabrizierte wollte er wohl wieder etwas mehr für die lieben Kleinen erschaffen. Mit Walt Disney fand er den richtigen Geldgeber, die ja auch schon für die Finanzierung von Tim Burton`s Nightmare Before Christmas verantwortlich zeichneten und damit auch einen Filmklassiker produzierten. Da man mit Johnny Depp bei Disney in der letzten Zeit ebenfalls mehr als gute Erfahrungen machte, Fluch Der Karibik lässt grüßen, und Burton anscheinend ja nur noch mit ihm arbeitet, war somit eine gute Basis für Tim Burtons Version von Alice Im Wunderland gelegt.
Und was soll man sagen? Alice Im Wunderland spricht schon allein wegen der visuellen Note jedes Alter an und funktioniert als Märchen mit gewaltigen Bildern mehr als fantastisch. Johnny Depp ist einmal mehr superb, Helena Bonham Carter, auch ein Dauergast in Burtons Filmen, wie immer schräg. Neu dazu gesellen sich Crispin Glover, der seinem Image als durchgeknallter Schauspieler mehr als gerecht wird und Anne Hathaway, die als Weiße Königin den Bogen etwas überspannt.
Wie schon erwähnt ist die Geschichte ziemlich flach und ist wohl als Fortsetzung des original Märchens gedacht. Das spielt aber keine Rolle, denn durch die visuelle Komponente wird wohl Alice Im Wunderland trotzdem einer der schönsten Filme des Jahres sein.
Zu erwähnen wäre noch Danny Elfmans Score, der wie immer kongenial Tim Burtons Vision musikalisch umsetzt.
Alice Im Wunderland ist ein wunderschönes Märchen für jung und alt geworden. Sehr empfehlenswert.

Samstag, 20. Februar 2010

Mitternachtszirkus - Willkommen In Der Welt Der Vampire


Paul Weitz ist der Bruder von Chris Weitz. Wie der Zufall es wollte arbeiteten beide fast gleichzeitig an Vampirstoffen basierend auf Büchern. Während Chris Weitz den leicht uninspirierten New Moon - Biss Zur Mittagsstunde verfilmte, übernahm sein Bruder Paul den Roman Mitternachtszirkus - Willkommen In Der Welt Der Vampire.
Während New Moon eher ein jüngeres Publikum bedient und deshalb sehr viele Soap-Elemente beinhaltet, trotz der Fantasy, geht Mitternachtszirkus einen klassischen Weg und vereint Fantasy mit Horror und Humor.
Doch welcher Film ist nun der Bessere? Ganz eindeutig Mitternachtszirkus. Er ist im Großen und Ganzen einfach origineller und spannenender, was an dem guten Drehbuch liegt, welches auch von Paul Weitz mitverfasst wurde. Die Darsteller, die fantastisch besetzt sind, tun ein übriges um die Qualität auf ein hohes Niveau zu hieven. John C. Reilly als stolzer Vampir spielt mit majestätischem Spaß und macht die letzten beiden Klamaukfilme fast vergessen, obwohl Ricky Bobby - König Der Rennfahrer und Die Stiefbrüder nicht wirklich schlechte Filme waren. Sie überschatteten nur sein wahres Können.
Auch Ray Stevenson als bösartiger Vampyr ist fantastisch besetzt und passt besser zu seinem Naturell als zuletzt die Rolle des Frank Castle in Punisher: War Zone. Er schauspielert diesmal tatsächlich und man merkt ihm den Spaß beim Spielen an, den widerlichen Drecksack zu spielen.
Auch die Nebenrollen sind witzig besetzt. Salma Hayek als bärtige, weissagende Lady ist zum Schießen. Willem Dafoe hat zwar nur eine kleine Rolle aber die spielt er so schräg wie man es von ihm gewohnt ist.
Mitternachtszirkus lebt von seinem schwarzen, oft makaberen Humor, der vielleicht nicht jedem schmecken wird, aber für die, die damit keine Probleme haben entfaltet sich der wirkliche Spaß an dem Streifen.
Wer eine gute Alternative zu der Horror-Schmonzette New Moon sucht, der ist hier richtig. Schade nur, dass der Film in den Staaten durchfiel und man wohl auf keine Fortsetzung hoffen kann. Da keine wirkliche Liebesgeschichte erzählt wird waren wohl zu viele enttäuscht und einen Vampirfilm ohne Robert Pattinson wird wohl in der nächsten Zeit nicht vom Erfolg verwöhnt werden.

Mittwoch, 17. Februar 2010

New Moon - Biss Zur Mittagsstunde


Tja, die Fortsetzung zu Twilight - Biss Zum Morgengrauen. Es sieht wohl so aus als ob man diese Filme abgrundtief hasst oder sie von ganzem Herzen liebt. Ich stehe tatsächlich wohl zwischendrin.
Ich fange mal mit dem an, was mich ankotzt:
Die Figur der Bella ist das unsympathischste Stück Frau, welches ich seit langem als Hauptdarstellerin in einem Film gesehen habe. Weinerlich, unentschlossen, lebensmüde, weltfremd, unlogisch, depressiv, nervig,launisch, unbeständig, um nur ein paar Adjektive zu nennen (habe ich da eben ein leises Nuscheln gehört, von wegen "typisch Frau?"). Es ist mir unverständlich, warum sich alle begehrensweten Typen in dem Film um die Alte kloppen wollen.
Das viele, viele Gesülze ist auch ein ganz furchtbarer Faktor. Um Himmels Willen, wie kann man nur so viele schleimige Zeilen schreiben ohne sich dabei selbst zu schämen? Was hat sich die Autorin der Romane nur dabei gedacht? Dagegen ist Romeo + Julia ein Horrorfilm. Sicher kommen mir jetzt wieder ein paar Leute damit, dass ich ja ein Kerl wäre und deshalb keinen Sinn dafür hätte. Wer aber meinen Blog verfolgt, der weiß, dass das nicht wahr ist. Romantik ist gut, Gesülze ist es nicht. Mehr als einmal habe ich mich fremdgeschämt bei einigen Dialogen. Pfui, pfui, pfui. Dass das natürlich einigen Teeniemädchen schlaflose Nächte bereitet, da sie vermutlich noch Wochen danach dahinschmelzen, ist mir bewusst.
Noch ein Punkt: Diese furchtbaren, im Licht leuchtenden Vegatarier-Sissie-Vampire. Ich bin ein großer Fan von Filmen wie Bram Stoker´s Dracula, Interview Mit Einem Vampir, Lost Boys usw., deshalb kommt es mir einem Schlag ins Gesicht gleich, solch ein weinerliches Blutsaugerpack in einem Film zu ertragen. Okay, das mag subjektiv sein, aber denkt doch mal nach. Selbst Der Kleine Vampir mutet majestätischer an als diese Pseudo-Draculas.
Nach all der Schelte jetzt aber was gut war an dem Streifen:
Die Werwölfe waren fantastisch und sympathisch dargestellt. Als ebenfalls großer Werwolffan war ich schlichtweg begeistert von den Effekten und der Figur des Jacob. Mal als nicht pure Bestien dargestellt fand ich das erfrischend. Sicher gab es das schon eine nummer Härter in den Underworld Filmen, aber hier ist es trotzdem super.
Die Entwicklungen nachdem Edward Bella abschoss bis zu dem Punkt an dem sie wieder zusammenkommen waren interessant und spannend erzählt, obwohl gar nicht viel passiert ist. Trotzdem entwickelte New Moon da eine neue Dynamik und einen Spannungsbogen, den ich schmerzlichst schon bei Twilight vermisste. Leider spricht das sicherlich nicht gerade für die Twilight-Reihe, denn immerhin geht es ja hauptsächlich um Bella und ihren güldenen Edward.
Die restlichen Vampire außer den Cullens, denn die gleichen dann doch eher dem, was ich als Vampir bezeichnen würde. Okay, mal abgesehen davon, dass sie golden glänzen, wenn sie in die Sonne gehen. Mann mann mann, dass zu schreiben, treibt mir schon die Schamesröte ins Gesicht!
Soviel zu den Vor- und Nachteilen des Films. Was bleibt noch zu schreiben?
Die Effekte sind wie der Film, irgendwo zwischen gut und schlecht, die Darsteller ebenfalls.
Chris Weitz, der Regisseur, sollte lieber mal wieder einen Film wie About A Boy machen, denn der war richtig gut. Der Goldene Kompass war schon sehr bescheiden und sind wir mal ehrlich, New Moon war schon ein Hit bevor er in die Kinos kam. Weitz hätte einen richtig schrecklichen Film drehen können, allein wegen Robert Pattinson wäre er doch ein Hit geworden.
Aber New Moon ist natürlich nicht schlecht. Es ist ein passables Fantasy-Märchen, dass durchaus unterhalten kann und seine Momente hat. Aber eben auch genug Gegenteiliges. Da wir in einem halben Jahr schon mit dem dritten Teil beehrt werden, hoffe ich nur, dass die Saga etwas an Drive gewinnen wird demnächst.

Samstag, 13. Februar 2010

In Meinem Himmel


Ein harter, unangenehmer Stoff den uns Peter Jackson da serviert. Die Geschichte der 14jährigen, ermordeten Susie, ihres Mörders und der Eltern, die mit dem Verlust klar kommen müssen. Susie erzählt die Geschichte quasi aus einer Zwischenwelt, die zwischen unserer weltlichen und des Jenseits liegt. Da Susie nicht loslassen kann, oder möchte, baut sie aus dieser Zwischenwelt immer noch existierende Verbindungen zu ihrem Vater, interessant besetzt mit Mark Wahlbert der hier mal nicht den Draufgänger mimen muss, und ihrer Schwester auf.
Die mit Abstand schwierigste Rolle in diesem Streifen ist die des Kindermörders. Stanley Tucci spielt ihn so schmierig und bieder, es ist unglaublich wie wandlungsfähig dieser Schauspieler ist. Vorher noch der sympathische Ehemann von Meryl Streep in Julie Und Julia, jetzt ein schmieriger Kindermörder.
In Meinem Himmel steckt voller Symboliken und verborgener Metaphern, die es dem Ein oder Anderen sicher schwer machen werden, dem Film zu folgen. Vor allem die Szenen in der Zwischenwelt, die visuell unglaublich schön und ergreifend umgesetzt wurden, spiegeln das wider.
Während des Schauens ist man immer wieder hin und hergerissen zwischen "ein-wirklich-schöner-Film" und purem Entsetzen wegen des skrupellosen Kindermörders und seiner Geschicht. Das gibt es nicht oft, dass ein Streifen dermaßen Schönheit und Grausamkeit zugleich rüberbringen kann.
Die Darsteller sind allesamt fantastisch. Rachel Weisz als hilflose Mutter und Susan Sarandon als störrische Großmutter ergänzen den Cast sehr effizient.
Da ich das Buch nicht kenne, kann ich auch keine Aussagen darüber machen wie originalgetreu der Film nun wirklich ist, aber als Filmfan funktioniert er auf allen Ebenen sehr gut und zog mich von Anfang an in seinen Bann.
Peter Jacksons Blick fürs Detail und für morbide Stoffe konnte er hier mal wieder ausleben und es gelang ihm mit Bravour.
In Meinem Himmel ist kein Film, den man sich einfach so ansieht, deswegen rate ich allen zartbesaiteten Kinogängern zur Vorsicht, trotz der schönen Bilder.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Arthur Und Die Minimoys 2


Da sind sie wieder, die Minimoys. Luc Besson macht es also war und bastelte aus seinen Minimoys eine Trilogie. Der erste Teil war sehr erfolgreich und er war auch recht originell. Von der deutschen Synchronfassung einmal abgesehen, war es ein gelungener Film, der nicht nur Kindern Spaß machen konnte.
Da man in Deutschland die Aussage "Never change a winning team" auch sehr ernst nimmt, verpflichtete man wieder Bill Kaulitz als Stimme für Arthur. Da die Prinzessin in diesem Film eigentlich nur einen Satz spricht, sparte man sich das Geld für Nena wohl. Wobei sie ja noch das kleinere Übel war.
Aber zurück zum Film. Was den ersten Teil auszeichnete versuchte man auch hier wieder hinzubekommen, das klappt aber leider nicht so wirklich, da es einfach nichts Neues zu bestaunen gibt. Dass dieser Teil quasi nur das Zwischenstück zur Trilogie ist, merkt man deutlich und so kommt das Ganze nicht richtig in Gang, zudem sind die Animationen auch nicht sehr zeitgemäß. Nichtsdestotrotz ist es kein schlechter Film, nur eben kein wirklich origineller. Bleibt nur zu hoffen, dass der dritte Teil wieder besser wird, das Ende des zweiten Teils lässt es zumindest vielversprechend aussehen, da Besson sonst seine Minimoys mit Unzulänglichkeit befleckt, was sehr schade wäre, denn witzig sind sie ja.

Das Kabinett Des Doktor Parnassus


Terry Gilliams neuester Film ist auch zugleich Heath Ledgers letzter. Gab der bei The Dark Knight schon sein Meisterstück ab, ließ er es hier ruhiger angehen.
Gilliam konnte hier mal wieder alles rauslassen, was er mit seinen letzten Arbeiten nicht konnte. Brothers Grimm war zwar witzig und hatte mit Matt Damon und auch schon Heath Ledger zwei gut aufgelegte Topstars, doch waren die Effekte sehr, sehr schlecht für einen Film dieser Größe. Tideland wiederum zeigte Jeff Bridges in seiner, sagen wir mal, ruhigsten Rolle. Und obwohl Tideland sehr seltsam war, so war er doch interessant.
Seltsam ist auch Das Kabinett Des Dr. Parnassus. Die Idee der Handlung ist zwar sehr originell aber eben auch sehr undurchsichtig. Dadurch plätschert der Film über die erste Hälfte irgendwie nur so dahin ohne wirklich groß aufzufallen. Erst gegen Ende hin wird er spannender. Denn erst dort erkennt man auf einmal wieder den Regisseur der uns Meisterwerke wie Brazil, König Der Fischer und 12 Monkeys brachte. Sogar den ein oder anderen Monty-Python-Moment lässt er durchscheinen, was mich als großen Python Fan sehr freute.
Das Kabinett Des Doktor Parnassus ist Fantasy par excellence mit einigen Schwächen. Da Heath Ledger vor Abschluss der Dreharbeiten leider unerwartet verstarb, musste Gilliam dass Drehbuch umschreiben und die noch nicht gedrehten Szenen anders fertigstellen. Meiner Meinung nach gelang das sehr gut, da es im Nachhinein sehr gut zu dem von Ledger gespielten Charakter passt, dass er im Kabinett von anderen gespielt wurde. Außerdem kommt man so mal in den Genuss Johnny Depp, Jude Law, Colin Farrell und Heath Ledger in einem Film zu sehen.
Die Effekte sind für eine Fantasiewelt sehr gut gelungen und nehmen einen richtig mit. Schade, dass man hierfür die neue 3D-Technik nicht schon genutzt hat, es hätte sich angeboten.
Als Vermächtnis von Heath Ledger ist der Film akzeptabel, ein Meisterwerk ist es leider nicht geworden, trotz der starken visuellen Welt.

Dienstag, 19. Januar 2010

The Devil´s Tomb


Wo sind sie nur geblieben? Die tollen B-Movie Veröffentlichungen die Anfang der 90er direkt auf VHS erschienen sind. Darunter waren solche Perlen wie God´s Army. Doch je näher das Millennium rückte, desto rarer wurden diese Filme. Heutzutage muss man sich nur das Cover ansehen um zu verstehen, welche Art von B-Movies heute gedreht werden. Wenn es keine bescheuerten Action-Filme mit irgendwelchen aufgepumpten C-Wrestling-Stars sind, dann sind es Direct-To-DVD Fortsetzungen von Blockbustern wie Eiskalte Engel, oder die furchtbare Fortsetzung von Walking Tall. Und dann gibt es noch die Filme von ehemaligen Hollywood A-Stars, wie Jean-Claude Van Damme oder Steven Seagal, die jetzt nur noch lauwarme B-Kracher drehen, bei denen man immer das Gefühl hat, der Drehbuchschreiber hätte eindeutig zu viele Pilze genascht. In diese Riege der Ex-A-Stars reiht sich inzwischen leider auch Cuba Gooding, Jr. ein. Was ihn vom Rest der Ex-Stars unterscheidet: Er ist ein gottverdammter Oscar-Preisträger! Und er dreht einen B-Movie nach dem anderen. Die sind zwar alle nicht so schlecht wie die der anderen Knallchargen, aber ich denke, es würde auch besser gehen.
Genau in diese Kerbe schlägt auch The Devil´s Tomb. Irgendwie ein Hybrid zwischen Horror, Action und Fantasy macht der Film nichts großartiges falsch. Er unterhält ganz angenehm und hat auch einen recht hohen Gore-Faktor, was ihn dadurch natürlich nicht für alle gnießbar macht. Hinzu kommt eine der widerlichsten lesbischen Küsse, die ich je in einem Film gesehen habe.
Die Story ist für sein Budget gut erzählt und erinnert sogar etwas an God´s Army. Der großartige Ron Perlman hat eine gute Nebenrolle und wird ihm wieder mehr als gerecht. Hoffen wir mal, dass es bald einen Hellboy 3 geben wird. Das wäre ihm noch gerechter.
Für einen netten DVD-Abend ist dieser Film zu empfehlen, für mehr aber auch nicht.