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Montag, 29. März 2010

From Paris With Love


Wenn Luc Besson einen Film produziert, dann sind es meist Filme für Männer. Nur und ausschließlich. So kommen die Taxi-Filme von ihm und, natürlich, die Transporter-Filme. Markige Sprüche, heiße Action, keine Handlung. Doch machen sie eben auch Spaß. Und das nicht zu knapp.
Und genauso ist es auch bei From Paris With Love. Diesmal lässt Besson John Travolta als Geheimagent auf die Franzosen los. Dass das nichts mit James Bond zu tun hat brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Travolta ist einfach eine coole Sau, das hat Besson erkannt und ihm diese Rolle auf den Leib geschneidert. Und es funktioniert prächtig. Es macht einen Riesenspaß zu sehen, wie sich Travolta durch diesen Film ballert und seinen Partner in den Wahnsinn treibt. Die Terroristengeschichte ist so belanglos wie vorhersehbar und spielt auch überhaupt keine Rolle, nicht mal der Name des Schauspielers, der Travoltas Partner spielt. Alles nur Beiwerk für den Meister, der sich hier selbst ein Denkmal setzt. Cool, cooler, Travolta. So einfach ist das. Wer Inhalt möchte, soll sich dieser Tage lieber Agora reinziehen. Wer sinnlose Action mit einem coolen Hauptdarsteller sehen will, der zieht sich From Paris With Love rein. Ich hoffe, Besson lässt The Transporter weiter Urlaub machen und produziert noch ein paar Fortsetzungen von diesem Streifen...

Der Blutige Pfad Gottes 2


Der Blutige Pfad Gottes lief in Deutschland nie im Kino, trotzdem wurde der Film auch hierzulande zu einem vielbeachteten Kultfilm. Jetzt, fast 10 Jahre nach Release des ersten Teils kommt der 2. Teil auf Bluray und DVD. Dass Fortsetzungen von solch großen Kulthits meistens nach hinten losgehen, bewiesen schon eindrucksvoll die Fortsetzungen von From Dusk Till Dawn. Deshalb erwartete ich auch nicht wirklich einen fantastischen Film. Doch ich wurde positiv überrascht. Obwohl die erste Hälfte mehr wie eine Komödie aufgebaut ist, die durchaus witzig ist, bekommt die zweite Hälfte wieder eindeutigen Boondock Saints-Charakter. Natürlich ohne den ersten Teil in keiner Sekunde zu übertreffen, dafür hat er doch massive Längen, die es beim ersten nicht gab. Der komödiantische Teil am Anfang basiert auf die fast 10jährige Pause der Saints, was es dann auch recht plausibel macht, warum sie so dilettantisch ans Werk gehen.
Die Story wird sogar tiefer als man anfangs denkt, was natürlich auch positiv überraschen dürfte. Die Schießszenen sind wieder sehr pathetisch in Szene gesetzt, das kennt man noch aus Teil 1. Die Schauspieler sind uns auch komplett erhalten geblieben, und ich meine komplett (sogar die, die im ersten Teil starben sind mit von der Partie), was mich persönlich sowieso immer freut. Lediglich der Neuzugang, die FBI-Agentin, wollte nicht so recht in den Film passen, da sie zu sehr auf Willem Dafoes Charakter aus Teil 1 basiert, doch darüber kann man getrost wegsehen.
Der Blutige Pfad Gottes 2 ist eine gelungene Fortsetzung, die sich selbst nicht zu ernst nimmt und auf einen guten 3. Teil hoffen lässt...

Montag, 8. März 2010

Percy Jackson - Diebe Im Olymp


2 Sachen sind mir bitter aufgestoßen nach Genuss des neuesten Chris Columbus Streifens. Zum Einen sind die Parallelen zu Harry Potter dermaßen enorm, so dass ich zwischendrin irgendwie auf ein Quidditch-Match hoffte und für den 2. Punkt muss ich etwas ausholen.
Es geht um die griechische Mythologie. Die an sich ist spannend und interessant genug und reicht vermutlich alleine schon für hunderte von Blockbuster-Filmen. Mein Problem mit Percy Jackson besteht darin, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass "griechische" Götter in die USA auswandern um von nun an dort die Welt zu beherrschen. Was würde Zeus dazu antreiben den Olymp über dem Empire State Building zu errichten? Dass der Eingang zur Unterwelt in Hollywood ist, ist ja noch nachvollziehbar. Egal ob Medusa oder sonst irgendwelche griechischen Mythologiewesen, alle sind in die Staaten ausgewandert. Warum? So bleibt dieser fahle Nachgeschmack, dass alle Halbgötter Amis sind, da sich Götter ja nur die stärksten und geilsten Menschen zur Paarung aussuchen. Dies macht es einem Europäer nicht leicht direkt hysterisch lachend aus dem Kino zu rennen. Was die Griechen von diesem Film halten möchte ich lieber gar nicht erst wissen.
Aber gut, um doch noch zu einem objektiven Ergebnis zu kommen muss ich diese Punkte wohl erstmal ausblenden. Was bleibt dann übrig?
Gut funktionierendes, effektgeladenes, bombastisches, etwas vorhersehbares und leicht verdauliches Popcorn-Kino, welches trotz aller Schwächen gut zu unterhalten weiß. Nicht mehr und nicht weniger.
Der Cast ist bis in die Nebenrollen durchaus gut besetzt. Es fällt zwar keiner davon irgendwie auf, doch muss das ja nichts schlechtes sein. Egal ob Pierce Brosnan, Uma Thurman, Catherine Keener oder Sean Bean, alle machen ihren Job gut.
Warum Chris Columbus nach einigen unbedeutenden Filmen gerade Percy Jackson verfilmt, dessen Parallelen zu seinen ersten beiden Harry Potter Beiträgen so groß ist, dass wird wohl sein Geheimnis bleiben. Ich vermute dahinter einfach mal Geldgeilheit, denn es war abzusehen, dass Percy Jackson ein Erfolg wird. So wird es auch mit Sicherheit bald eine Fortsetzung geben. Da man über die Qualität des Films nichts negatives sagen kann und die Effekte ja auch wirklich gut sind, dürfen wir wohl gespannt sein welche griechischen Mythologien noch in die U S and A ausgewandert sind.

Legion


Ich hatte schon immer einen Hang zu biblischen Stoffen. Egal ob Constantine oder God´s Army, Das 7. Zeichen oder Das Omen. Wenn es thematisch um so etwas geht, dann kann man mich schnell begeistern. Als ich nun den Trailer zu Legion sah, da pochte es laut, das biblische Filmstoff-Herz. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Zumindest was die visuelle Umsetzung angeht. Die Engel sehen einfach fantastisch aus, auch die restlichen Effekte sind astrein umgesetzt worden. Doch leider hat der Film einen Schwachpunkt und der ist nunmal leider nicht wegretuschierbar: die Story.
Das Drehbuch hat Lücken so groß wie der Grand Canyon und tut sich vor allem bei der Vorgeschichte zu diesem Krieg sehr schwer sich zu erklären. Die Informationen sind einfach zu spärlich, so muss man sich leider vergebens fragen, warum man nun gerade dieses Baby beschützen muss. Das wird nie aufgeklärt, so dass man sich den ganzen Film über Fragen muss, wieso sich alle Protagonisten diesen Stress antun. Auch ist die Motivation des Erzengel Michael nicht wirklich klar und warum der Herr Gabriel am Ende bestraft und Michael zurückkehren darf, das kann man wohl nur mit Gottes Unergründlichkeit erklären.
Auch sind die Schauspieler teilweise recht lustlos zugange. Vor allem Dennis Quaid, der sich wohl zu Recht während der Dreharbeiten fragte, was für einen Sinn seine Rolle hat, ist er doch neben Paul Bettany der einzig wirklich namhafte Schauspieler in dem Streifen.
Bettany wiederum selbst, den meisten sicher noch aus The Da Vinci Code - Sakrileg ein Begriff, spielt so emotionslos wie es einem Engel gebürt.
Ist Legion also ein schlechter Film? Nein, ist er nicht. Er unterhält trotz allem recht ordentlich und die Effekte sind, wie gesagt, allererster Güte. Zumindest die Herren der Schöpfung werden ganz sicher einen unterhaltsamen Kinoabend verbringen, mit viel Gewalt und ganz vielen Einzeilern. Denken ist bei Actionfilmen eh total überbewertet worden in letzter Zeit.

Donnerstag, 28. Januar 2010

Sherlock Holmes


Guy Ritchie brauchte lange um sich von seinem Mega-Flop Stürmische Liebe - Swept Away zu erholen. Zwar war der Nachfolgefilm Revolver ein kleines Meisterwerk, doch stellte das die Fans auch nicht sehr zufrieden, da die Geschichte dann doch zu philosophisch und künstlerisch endetet. Erst mit Rock N Rolla meldete er sich so zurück, wie man es von ihm erwartete. Doch anstatt so weiterzumachen wagte er etwas neues. Nämlich seinen ersten großen, wirklichen Blockbuster.
Man wählte die Figur des Sherlock Holmes, es ist ja immerhin schon eine Weile her, dass dieser zu Filmehren kam. Doch Guy Ritchie wollte keine korrekte Studie des Buches, sondern lieber einen rauheren, realistischeren Holmes. Und das schaffte er mit Bravour. Genie und Wahnsinn geben sich immer die Hand, warum also nicht auch mit Sherlock Holmes? Okay, er machte aus Dr. Watson einen Söldner, doch fällt das nicht weiter ins Gewicht.
Der Cast ist geradezu göttlich: Robert Downey Jr. als Holmes, Jude Law als Watson, Mark Srong als diabolischer Lord Blackwood. Alles in fantastischen Kulissen gedreht und mit einer intensen, düsteren Atmosphäre. Am Ende ist man zwar etwas zu bemüht, die Handlung aufzulösen, aber darüber kann man ruhig hinwegsehen. Bleibt nur zu hoffen, dass Sherlock Holmes erfolgreich genug ist, damit man ihn wieder auf London loslässt.
Dieser Streifen ist ein düsterer Spaß und zur guten Nachahmung empfohlen...

Mittwoch, 20. Januar 2010

Inglourious Basterds


Über diesen Film wurde schon so viel geschrieben... da ist es nur gut und recht wenn ich auch etwas schreibe.
Quentin Tarantinos neuester Film ist eine Rückbesinnung zu alten Stärken. Gottseidank, denn Death Proof hatte zwar auch viele Dialoge, doch waren diese sinnlos und schlicht gesagt langweilig. Wäre das furiose Ende nicht gewesen, der Film wäre ein Desaster geworden. Ich weiß, dass das einige anders sehen, aber kann man Death Proof wirklich mit Tarantinos Klassikern vergleichen? Nein. Kann man das mit Inglourios Basterds? Ich finde, man kann. Sicher fehlt ihm die clevere Erzählweise eines Pulp Fiction oder Reservoir Dogs und sicher auch die Rasanz von Kill Bill. Doch hat dieser Film anderes zu bieten. Eine Absurdität wie sie bei Death Proof wünschenswert gewesen wäre, eine Absurdität die sich ernst nimmt und das reale Ende des 2. Weltkriegs einfach ignoriert.
Hinzu kommen Dialoge wie sie nur Tarantino schreiben kann und die zu jeder Sekunde pure Intensität rüberbringen. Alleine die erste Szene des Films ist einfach unglaublich in Szene gesetzt und intensiv.
Und dann natürlich die Schauspieler. Allen voran Christoph Waltz, der hier wohl sein Meisterstück abgibt und sogar Brad Pitt mit Leichtigkeit an die Wand spielt. Was für eine Performance.
Til Schweiger hätte man als Hugo Stieglitz nicht besser besetzen können. Sie wird dem eindimensionalen Spiel von Schweiger mehr als gerecht und ist sicher die abgefahrenste Figur. Da wünscht man sich das man Hugo Stieglitz in Zweiohrküken eingebaut hätte und nicht Ludo.
Waltz bekam zu Recht vor ein paar Tagen den Golden Globe und ich hoffe, dass Tarantino ihn noch ein weiteres Mal einsetzen wird.
Über die Musik braucht man auch kein Wort zu verlieren, denn Tarantino ist ein Meister darin, bereits existierende Songs oder Scores wieder für seine Filme zu verwerten, so auch David Bowies Cat People, den Titelsong in Nastassja Kinskis Katzenmenschen.
Dieser Film ist eine Offenbarung für den geneigten Tarantino Fan und ein Riesenspaß für alle anderen.

Dienstag, 19. Januar 2010

Gesetz Der Rache


Gerard Butler ist ein vielbeschäftigter Schauspieler in letzter Zeit. Ob in Gamer, Die Nackte Wahrheit oder Rock N Rolla, das Geschäft läuft gut für ihn in letzter Zeit. Und er ist ja auch gut. Jetzt hat er seine eigene Produktionfirma gegründet und legt mit Gesetz Der Rache dessen ersten Film vor. Einen Rachefilm. Diese boomen im Moment und mit Death Sentence, Punisher: War Zone und irgendwie auch Saw waren in letzter Zeit schon mehr oder weniger gute Filme vertreten. Dieser hier ist etwas anders, versucht er doch das amerikanische Rechtssystem zu kritisieren und befürwortet sogar irgendwie die Todesstrafe. Ob man das nun gut oder schlecht findet sollte jeder für sich beantworten, die fragwürdige Moral des Rächers in Gestalt von Gerard Butler steht jedenfalls außer Frage, wenn auch das Motiv sicher gut ist.
Sein Gegenspieler in Gestalt eines Staatsanwaltes, genial und ruhig gespielt von Jamie Foxx, gibt dem Film aber einen interessanten Drive, trotz der riesigen Löcher im Script. Wie sich die beiden im Knast immer wieder belauern und die Coolnes von Butlers Charakter macht schlicht und ergreifend Spaß und ist auch spannend. Nur das zählt und das hat der Film auch geschafft.
Darüberhinaus ist es schön mal wieder Colm Meaney in einem großen Blockbuster zu sehen.
Ich persönlich stehe auf Rachefilme und dieser hier ist trotz Scriptschwächen einfach gelungen und macht Spaß. Get ´em Tiger...

The Devil´s Tomb


Wo sind sie nur geblieben? Die tollen B-Movie Veröffentlichungen die Anfang der 90er direkt auf VHS erschienen sind. Darunter waren solche Perlen wie God´s Army. Doch je näher das Millennium rückte, desto rarer wurden diese Filme. Heutzutage muss man sich nur das Cover ansehen um zu verstehen, welche Art von B-Movies heute gedreht werden. Wenn es keine bescheuerten Action-Filme mit irgendwelchen aufgepumpten C-Wrestling-Stars sind, dann sind es Direct-To-DVD Fortsetzungen von Blockbustern wie Eiskalte Engel, oder die furchtbare Fortsetzung von Walking Tall. Und dann gibt es noch die Filme von ehemaligen Hollywood A-Stars, wie Jean-Claude Van Damme oder Steven Seagal, die jetzt nur noch lauwarme B-Kracher drehen, bei denen man immer das Gefühl hat, der Drehbuchschreiber hätte eindeutig zu viele Pilze genascht. In diese Riege der Ex-A-Stars reiht sich inzwischen leider auch Cuba Gooding, Jr. ein. Was ihn vom Rest der Ex-Stars unterscheidet: Er ist ein gottverdammter Oscar-Preisträger! Und er dreht einen B-Movie nach dem anderen. Die sind zwar alle nicht so schlecht wie die der anderen Knallchargen, aber ich denke, es würde auch besser gehen.
Genau in diese Kerbe schlägt auch The Devil´s Tomb. Irgendwie ein Hybrid zwischen Horror, Action und Fantasy macht der Film nichts großartiges falsch. Er unterhält ganz angenehm und hat auch einen recht hohen Gore-Faktor, was ihn dadurch natürlich nicht für alle gnießbar macht. Hinzu kommt eine der widerlichsten lesbischen Küsse, die ich je in einem Film gesehen habe.
Die Story ist für sein Budget gut erzählt und erinnert sogar etwas an God´s Army. Der großartige Ron Perlman hat eine gute Nebenrolle und wird ihm wieder mehr als gerecht. Hoffen wir mal, dass es bald einen Hellboy 3 geben wird. Das wäre ihm noch gerechter.
Für einen netten DVD-Abend ist dieser Film zu empfehlen, für mehr aber auch nicht.