Posts mit dem Label Satire werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Satire werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 7. März 2010

Männer Die Auf Ziegen Starren


Ich liebe Satiren. Deshalb war ich sehr entzückt als ich den Trailer zu Männer Die Auf Ziegen Starren sah. Als ich dann noch sah wie hochkarätig der Cast ist, da jubelte ich vor Wonne.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Lakonisch nimmt man die U.S. Army und ihr Verhalten bei Forschungen auf die Schippe ohne dass es zu albern wird. Dass die Armee über Leichen geht ist ja kein Geheimnis, aber über den gesunden Menschenverstand, und dass in dieser Form, das ist sogar für mich unverständlich. Denn einiges was man in dieser Satire gezeigt bekommt, ist tatsächlich war.
Diese Art von Satire ist genau George Clooney´s Metier, so produzierte er nicht nur, sondern spielt auch ambitioniert mit. Jeff Bridges spielt irgendwie seinen Dude aus The Big Lebowski als wäre es einfach ein anderes Leben und Kevin Spacey als Drecksack ist auch eine Augenweide.
Eine besondere Ewähnung findet bei mir Ewan McGregor, der hier unbedingt auch ein Jedi-Kämpfer sein möchte, so nennen sich die Soldaten der Spezial-Einheit selbst. Für soviel Selbstironie gebührt ihm ein Ehren-Oscar meiner Meinung nach.
Männer Die Auf Ziegen Starren ist ein respektloser Spaß und beleuchtet den Irak-Krieg mal auf eine andere Art und Weise.

Dienstag, 9. Februar 2010

A Serious Man


Tja, die Coen Brüder. Also um gleich mal reinen Tisch zu machen: Ja, ich finde die beiden als Filmemacher genial und fantastisch. Das setze ich dehalb vorweg um keine Morddrohungen zu bekommen. Fargo und The Big Lebowski gehören defintiv mit zu meinen Lieblingsfilmen. Doch muss ich leider gestehen, dass mich die letzten Werke der beiden nicht wirklich überzeugt haben. No Country For Old Men hatte fantastische Schauspieler, keine Frage. Bei Burn After Reading war das nicht anders. Doch hatten sie meiner Meinung nach auch Längen, die mich als Zuschauer langweilten.
Ich finde, dass sie das bei A Serious Man etwas zu sehr überspannten. Okay, wenn man die erste Hälfte einmal überstanden hat, dann entfaltet sich wirklich ein rabenschwarzer Humor, der das allgemeine Spießerleben zerpflückt, doch aus irgendeinem Grund ließ mich das alles kalt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich vom jüdischen Glauben keine Ahnung habe, der Film spielt nämlich in einer jüdischen Gemeinde in den Sechzigern irgendwo in den USA.
Das Ende des Films hinterließ nur ein riesiges Fragezeichen über meinem Kopf. Und versteht mich nicht falsch, ich habe kein Problem mit Metaphern, aber dieser Schluss, na ja, schließt halt nichts ab. Er erklärt nicht mal etwas oder veranschaulicht. Ich bin mir sicher, dass mir da zig Kritiker widersprechen werden, doch für einen Filmfan, der auch vor schwierigen Stoffen nicht zurückschreckt, war mir das einfach zu strange und ließ mich mit einem unabgeschlossenen Film zurück.
Nichtdestotrotz sind die satirischen Elemente des Films superb und machen die zweite Hälfte zu einem ordentlichen, respektlosen Spaß. Die durchweg unbekannten Schauspieler wären noch zu erwähnen, allen voran der Hauptdarsteller Michael Stuhlbarg, dem das Spießertum quasi ins Gesicht gezeichnet steht.
Beim "normalen" Publikum, und da bin ich mir sicher, wird er durchfallen, aber für diese wurde der Film auch sicher nicht gemacht. Coen-Fans werden ihn lieben, das steht fest. Ich hoffe trotzdem, dass sie mal wieder etwas leicht verdaulicheres produzieren werden.

Montag, 8. Februar 2010

The Box


Richard Kelly´s Erstlingswerk Donnie Darko sorgte, zumindest in Europa, für großes Aufsehen. Verstand er es doch das Handwerk eines David Lynch in einen eigenen Stil zu verwandeln, der diesen Film zu einem Kultfilm machte.
Sein Nachfolgewerk Southland Tales ging noch einen Schritt weiter, scheiterte aber kläglich bei den Kritikern und erschien auch erst 3 Jahre nach Erscheinen in Deutschland nur auf DVD.
Eine pure DVD-Auswertung widerfährt nun auch The Box, während er in den Staaten mit mittelmäßigem Erfolg auch im Kino lief.
Bei diesem Streifen nähert sich Kelly wieder etwas mehr seinem Erstlingswerk Donnie Darko. Die Geschichte um eine Box, die, wenn man sie drückt, einen Fremden sterben lässt und selbst einem eine Million Dollar zukommen lässt, fängt etwas langatmig an. Doch baut sich im Laufe des Films immer mehr eine Spannung auf, die einen irgendwann dann doch in seinen Bann zieht. Am Ende entwickelt es sich sogar zu einer harschen Gesellschaftskritik, die nicht aufdringlich wird. Satirische Elemente scheinen immer wieder durch. Das Schicksal des Ehepaares, gut gespielt von Cameron Diaz und James Marsden, ist einem dabei in keiner Sekunde egal und man verspürt echte Sympathie für die beiden, was dann natürlich das ganze Geschehen noch tragischer macht.
Wer denn zwar verantwortlich für das alles muss man sich selbst zusammenreimen am Ende, aber so bleibt auch der philosophische Ansatz erhalten und man hat Stoff darüber zu diskutieren so wie einst bei Cube.
Alles in allem ist The Box eine faszinierende und spannende Gesellschaftsstudie die besser zu verdauen ist als Donnie Darko.